Dieter Baumann

Wintertiefschneelauf im Schneegestöber

Wenn Dieter Baumann alte Sport-Kollegen trifft, wird gelaufen. Aus welcher Disziplin sie kommen, ist ihm dabei egal.

Schneegestöber

Saukalt war es für Dieter Baumann bei seinem Lauf der Woche.

Bild: Uta Herbert / pixelio.de

Lauf der Woche
Dienstag, 30. November 2010
Deutschland
Wintertiefschneelauf, 6 Kilometer - Zeit: eingefroren


Laufen bewegt mich. Nicht nur, dass ich meine Beine in Trab bringe und mein Herz schneller schlägt, nein, durch das Laufen treffe ich Menschen, laufe mit Menschen und unterhalte mich mit Menschen.

Die schönsten Begegnungen sind die mit ehemaligen Kollegen. In der vergangenen Woche lief ich nach einem Kabarettauftritt mit einer ehemaligen Olympiasiegerkollegin durch den verschneiten Wald. Ich hatte sie in den Zuschauerreihen entdeckt – klar, dass sie mit mir am nächsten Tag laufen gehen musste. Die Ausrede, „ich komme doch von einer anderen Sportart“ zählt bei mir nicht.

Gut, es waren keine tollen Bedingungen – unser Sportskollege und Motivationsguru Jörg Löhr würde Herausforderung sagen. Ein Schneegestöber ohnegleichen, und es war saukalt. Dieser Herausforderung war meine Olympiasiegerkollegin nicht gewachsen. Kurzum, ich habe sie platt gemacht. Was kann ich dafür, dass die nur Kurzsprint trainiert haben. Danach gingen wir noch einen Kaffee trinken. Natürlich will man von Kollege zu Kollege doch wissen, wo denn die Goldmedaille versteckt ist. Geheimnisvoll führte sie mich ins Schlafzimmer und zog aus einer Schublade alte Wollsocken hervor. Dort eingewickelt steckte sie drin, das gute Ding. Eine Goldmedaille für Deutschland, in Omas Wollsocken.

Bei einem anderen Auftritt entdeckte ich Eberhard Gienger. Der Turnweltmeisterfallschirmreckabspringer ist auch nicht bekannt für tolle Ausdauerleistungen – der Anlauf zur Sprungübung über das Pferd ist die längste Strecke, die er je gelaufen ist - aber Kollege ist Kollege. In seinem jetzigen Leben ist er Bundestagsabgeordneter. Wieder so eine Überschneidung, denn das ist ja so ähnlich wie Kabarett. Kollege ist eben Kollege. Jetzt hat er auch noch in meiner Show das Spiel des höchsten Puls des Abends verloren und damit den Trostpreis abgeräumt. Eine Zahnpasta. So kann er nun vor jeder Sitzung des Sportausschusses im Bundestag mit sauber geputzten Zähnen auflaufen. Was kann ich schon dafür, dass der Kerl so wenig Ausdauer hat und bei jeder kleinsten Übung einen höheren Puls hat als ich. Kollege bleibt eben Kollege.

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