Marcel Witeczek

Wie wird ein Fußballer Marathonläufer?

Marcel Witeczek schoss 50 Bundesliga-Tore und trainiert jetzt für seine Marathons meist am Hülser Berg bei Krefeld.

Marcel Witeczek

Hülser Berg bei Krefeld.

Bild: Sciarinen / wikipedia

Und wie kam Witeczek dann zum Marathonlauf? „Nach dem Ende meiner Karriere habe ich angefangen, regelmäßig kurze Läufe im Wald zu machen, um mich fit zu halten. Ein Nachbar, der selbst Marathonläufer ist, hat mich dann auf den Geschmack gebracht. Ich suchte die Herausforderung und habe mich auf Marathonläufe vorbereitet.“

Inzwischen sind es schon sieben geworden. Seine Bestzeit ist er 2009 in Hamburg gelaufen. „Damals bin ich aber auch über 100 Kilometer in der Woche gelaufen“, sagt er fast entschuldigend. Witeczek hat seine Leistungen noch nie an die große Glocke gehängt – vielleicht ein Grund dafür, dass er trotz seiner vielen großen Erfolge als Spieler nie so sehr im Rampenlicht stand.

Warum bisher noch keiner darüber berichtet hat, dass er schon an diversen Stadtmarathons teilgenommen hat, möchte ich von ihm wissen. „Keine Ahnung. Es ist wohl keinem aufgefallen, und ich wollte nicht bei irgendjemand anrufen, nur um zu sagen: Schaut her, ich laufe Marathons!“

Witeczek betreibt sein neues Hobby ambitioniert. Er kennt sich aus in der Terminologie der Läufer. Er spricht über Kilometerzeiten, Pulswerte und Trainingsziele wie jeder alte Hase im Laufsport, der schon viele Kilometer hinter sich gebracht hat. Inzwischen bereitet er sich mit dem Trainer Bernd Meyer sogar auf die Teilnahme am Ironman-Triathlon in Frankfurt vor. „Ich trainiere jetzt mehr als zu meiner aktiven Zeit als Profi-Fußballer.“ Diese erstaunliche Aussage will er aber nicht als Kritik am Profi-Fußball gelten lassen. „Fußballer müssen ganz andere Inhalte trainieren. Zu hohe Trainingsumfänge wären da nur kontraproduktiv.“

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