Dieter Baumann

Vorher war laufen – jetzt ist Trainingsbeginn

Nach den Sommerferien startet für Dieter Baumann das Training. Sein Vorsatz für die nächsten Monate: länger laufen.

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Trainingsstart: Die Schuhe werden neu geschnürt.

Bild: privat

Lauf der Woche
Dienstag, 31. August 2010
Tübingen
langer Dauerlauf, (Montag zweimal 30 Minuten plus Dienstag einmal 60 Minuten) = zwei Stunden


Vorher war laufen – jetzt hat das Training begonnen! Immer montags gibt es den langen Lauf. Zumindest bin ich mit diesem Vorsatz aus den Sommerferien gekommen. Im September bis zu zwei Stunden, im Oktober dann drei und ab November vier Stunden.

Wie die Regierungskoalition in Berlin habe ich die Laufzeiten verlängert, meine Laufzeiten. Noch hat sich Angela Merkel zu meiner Laufzeitverlängerung nicht geäußert, aber das ist ja ihr Stil. Lange nichts dazu sagen, dann im Keller vom Kanzleramt mit eine paar Menschen in Anzügen Monopoly spielen und danach davon zu sprechen, „zum Wohle der Menschen“ entschieden zu haben. Ich persönlich werte die Nichtstellungnahme der Kanzlerin zu meiner Laufzeitverlängerung auf jeden Fall als Zustimmung. Im Grunde bleibt keine Alternative. Was soll ich auch anders machen – außer länger laufen. Eine andere Sportart vielleicht?

Nehmen wir nur einmal Radfahren. Jedes Jahr so ein neues 400 g-Straßenrad? Das ist doch viel zu teuer und ohne Subventionen durch den Konsumverzicht meiner Kinder gar nicht zu finanzieren. Oder denken wir an dieses neumodische Zeug mit Stöcken. Walking. Die Technik ist doch noch gar nicht ausgereift. Klar, in manchen Landschaften kann das sogar Sinn machen – off shore, äh, halt, droben am Berg wollte ich sagen. Ja, da braucht man Stöcke, aber bei uns, mitten in der Gesellschaft? Das sieht doch schrecklich aus, mit so langen Dingern in der Hand. Dazu kommt, dass die Walker nie allein auftreten, immer in der Gruppe, ständig die Dinger, also die Stöcke in Bewegung. Fürchterlich.

Dann lieber längere Laufzeiten. Die Merkel und ihre Berater von der Wirtschaft haben Recht. Auch gut finde ich die praktische Verrechnung. Wie sie am Lauf der Woche sehen, mache ich das jetzt auch. Zwei Tage Laufen ergibt zusammengerechnet auch zwei Stunden Dauerlauf. Das Ziel für September erreicht. Im Oktober nicht zustande gekommene Laufzeiten kann ich im November nachholen und rückbilanzieren. Natürlich kann ich zu viel gelaufene Kilometer als eine Art Gutschrift in den Folgemonat mitnehmen. Das nimmt auch den Druck aus dem Training und hat den Vorteil, dass ich rechnerisch ja noch viel länger laufen darf. Lukrativ ist das ohnehin: ab 2030 räume ich in jeder Altersklasse silberne Pokale und goldene Medaillen ab. Um diesen Sondermüll sollen sich nach meinem Ableben dann meine Nachkommen kümmern.

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