Toms Top Ten

Sportgetränke von Diesel bis Super

Was tankt der Läufer? Toms Top Ten analysiert die beliebtesten Sportgetränke - mit überraschendem Favoriten.

Wasserglas

Klarer, sprudelnder Favorit des durstigen Läufers: Mineralwasser.

Bild: Regina Kaute / pixelio.de

Die Flüssigkeitsaufnahme bei Sportlern, ob Wasser, Elektrolyt oder Eigenblut, ist Gegenstand zahlreicher Studien. Zeit, dass wir uns diesem Thema widmen.

10. Was für ein herrlicher 30-Kilometer-Lauf durch die verschneite, sibirische Tundra! Zuhause in der Datscha kippen Sie zum Aufwärmen eine halbe Flasche Wodka, trinken den Rest in der 100-Grad-Sauna und machen mit der zweiten Flasche gleich einen Aufguss hinterher. Wenn Sie dann ins Koma fallen, grinsen Sie wenigstens.

9. „Elektrolyte trinken“ klingt ähnlich lecker wie „Autobatterie frühstücken“. Am Gaumen wecken Mineraldrinks dann auch weniger Geschmacksassoziationen à la „taufeuchter Garten voller unbekannter Blüten“, sondern eher „gezuckerte Feuchtbereiche vom Kantinentablett“. Sie sind wie Wollschlüpfer: Es fehlt einem eigentlich nicht viel, wenn man auf sie verzichtet.

8. Kaffee erhöht Puls und Adrenalinpegel. Das liegt etwa zu gleichen Teilen am Coffein und an den Preisen, die Starbucks & Co Ihnen dafür abknöpfen. Manche Läufer schwören auf den Kick vorm oder sogar beim Laufen. Mit Kaffeegenuss hat das so viel zu tun wie Latte Macchiato mit Priapismus.

7. Smoothies, zum Beispiel aus Orangen oder Bananen, sind leichter ausgequetscht als eingedeutscht. „Orangen-Glatti“ beispielsweise klingt nach Cellulite-Creme und „Ich hätte gerne einen Bananen-Weichi“… ach, lassen wir das. Billiger und noch vitaminreicher ist es, die Früchte einfach unpüriert zu genießen.

6. Nicht immer, aber immer öfter wird alkoholfreies Bier Im Zielbereich eines Marathons ausgeschenkt. Das ist cleveres Marketing, denn wer unterwegs Elektrolyte und Orangensaft-Cola-Salz-Speisestärke-Cocktails getrunken hat, dem kommt im Ziel auch kaltgepresster Einlegesohlen-Siff wie Smoothie vor. Zuhause stellt man dann fest, dass einige Varianten wirklich gar nicht übel schmecken. Biervarianten, selbstverständlich.

5. Mit Unterstützung führender Kulturträger wie Madonna wird Kokosnuss-Wasser als Sportgetränk gehypt. Kein Fett, ein wenig Zucker (vier Gramm auf 100 Gramm) und sehr viel Kalium (150 Milligramm). Okay, Orangensaft hat noch mehr Kalium, aber den kauft keiner für so einen Kokolores-Preis.

4. Kirschsaft beseitigt wirksam den „oxidativen Stress“, den Sie sich mit einem langen Lauf antun. Und „Vanish Oxy Action“ beseitigt wirksam den Kirschsaft, falls Sie ihn sich über das weiße Laufshirt kippen.

3. „Die Milch danach“, ab besten noch atemlos getrunken, macht müde Muskeln wieder munter. Zur Regeneration darf auch gerne etwas Kakaopulver drin sein, das liefert noch gleich gute Antioxidantien dazu und erhöht das Glücksgefühl. Nach dem Lauf, selbstverständlich.

2. Sortenreiner, chinesischer Grüntee hat teils befremdliche Namen („Kai Hua Long Ding“). Was auch immer das bedeutet, Kai hat jedenfalls Catechine im Tee, Antioxidantien, die gegen Krebs und Herzkrankheiten wirken. Und es geht nichts über einen heißen Long Ding am Morgen.

1. Wenn Sie lange durch den skandinavischen Sommer gelaufen sind und sich in einer abgelegenen Sennerei kaltes, klares Wasser aus einem tiefen Brunnen schöpfen können, dann danken Sie Ihrem Schöpfer. Wasser ist vielleicht nicht gerade die Geschmacksexplosion. Aber als Erfrischung manchmal ungeschlagen.

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