Extended Play

So baue ich mir eine Playlist

Wir verraten Ihnen, wie Sie sich eine unwiderstehliche Songliste zusammenstellen.

Playlist

Bild: iStockphoto.com/ webphotographeer

Einen Song zu finden, der einen ein paar Minuten aufpeppt, ist nicht allzu schwer. Komplizierter wird es, wenn man eine Reihe von Musikstücken zusammenstellen will, die einen den ganzen Lauf hindurch begleiten sollen – speziell, wenn es sich um einen langen Lauf handelt. „Das ist wie bei einem Puzzle“, sagt DJ Steve Boyett. „Der Trick: Die Songliste muss eine eigene Dramaturgie aufweisen, mit bewusst gesetzten Höhepunkten und ruhigeren Stücken dazwischen. Man ist ja nicht nur drei Minuten unterwegs, sondern braucht etwas, das einen eine Stunde lang beschäftigt.“

Eine durchdachte Playlist sorgt für mehr Abwechslung beim Laufen.

Bild: Norbert Wilhelmi

Hier ein paar Vorschläge für die verschiedenen Phasen des Laufs:

AUFWÄRMPHASE

Zu Beginn des Trainings gilt es, die Muskeln aufzuwärmen und das Tempo zu finden, und zwar ganz entspannt. Dazu eignen sich optimistisch angehauchte Songs mit einer BPM-Zahl von 135 bis 160, die also weder zu schnell noch zu langsam sind.
Play: Elektronische Tanzmusik, zum Beispiel „Ready Steady Go“ von Paul Oakenfold.
Skip: Jede Form von Hardrock. Solche Musik wird später benötigt.

TEMPO AUFNEHMEN

Wenn das Tempo schneller werden soll, helfen dynamische Songs, die auch emotional antreiben. Stücke wie „Killing in the Name“ von Rage Against the Machine.
Play: Rocksongs oder schneller Hip-Hop mit einem treibenden Beat.
Skip: Songs mit einer BPM-Zahl jenseits von 165 können mit der Zeit nerven.

EINE KRISE MEISTERN

Ob es nun ein endloser Anstieg oder heftiger Gegenwind ist – bei fast jedem Lauf gibt es Phasen, die man irgendwie durchstehen muss. Und da kann Musik sehr hilfreich sein, weil sie ein zusätzliches Quäntchen Energie freisetzen kann.
Play: Songs, die langsam Spannung aufbauen und in euphorische Crescendo-Klänge münden, wie „Where the Streets Have No Name“ von U2 oder „Politik“ von Coldplay, treiben den Läufer jeden Berg hinauf.
Skip: Repetitive elektronische Musik oder sphärische Trance-Klänge. So etwas dient der Entspannung und ist hier fehl am Platz.

DIE ZIELGERADE

Am Ende eines Laufs (vor allem wenn es ein langer Lauf war), müssen Sie alle Register ziehen, um sich selbst noch mal Beine zu machen – wenn nötig mit den Bee Gees oder mit Meat Loaf.
Play: In diesem Stadium geht es darum, dass Ihnen die Musik hilft, ins Ziel zu kommen, und zu dem Zweck ist jedes Mittel recht. Für den einen ist es ein Headbanger von Aerosmith, für den anderen ein besinnlicherer Song, der mehr nach innen zielt.
Skip: Alles, was Sie nicht kennen, denn in einer solchen Situation sind Sie schon lange nicht mehr in der Lage, sich musikalisch auf etwas Neues einzulassen.

Laufen mit Musik – Der beste Rhyt:

Die beliebtesten Lauf-Songs

Vorsprung durch Techno

Musik beim Laufen

Musik beim Laufen
Wie Sie mit der richtigen Musik Ihre Leistungsfähigkeit noch weiter... mehr