Kai Markus auf dem Weg nach China

Russland und Kasachstan durchquert

Kai Markus ist seinem Ziel in China wieder 2.000 Kilometer näher gekommen. Was ihn auf dem Weg durch Russland und Kasachstan besonders bewegte, lesen Sie hier.

Kai Markus Run My Silkroad Kasachstan Interview

Kai Markus (Mitte) darf bei im Interview mit einem kasachischen Fernsehsender von seinem Projekt berichten.

Bild: Privat

An einem Tag 20 bis 30 Zentimeter Schnee, am anderen Tag 20 bis 30 Grad – Kai Markus kämpft bei seinem Projekt, bei dem er von Hamburg bis Schanghai läuft, nicht nur mit den Kilometern, sondern auch mit den Elementen. Dank seiner intensiven Vorbereitung im vergangenen Jahr kommt er damit aber gut zurecht. "Wichtig ist, die Nieren- und Blasengegend stets warmzuhalten", so Kai Markus. Nicht ganz einfach, wenn es in den Unterkünften, in denen er und sein Begleiter Victor unterkommen, minus 5 Grad kalt ist. Um beim ständigen Wechsel zwischen Schwitzen und Frieren nicht krank zu werden, gibt's immer eine Extraportion Ingwer in den Tee, mehr Omega-3-Kapseln und nachts vorsorglich eine Erkältungssalbe.

Kai Markus: 650 Kilometer in einem Schuh

Noch häufiger als die Temperatur wechselt jedoch der Laufuntergrund. Eigentlich kein Problem, doch Kai Markus läuft stets ein Paar "zu Ende", bevor er ein neues wechselt. Da er die meiste Zeit im Sensation 2 von 361° läuft, kommt es vor, dass er den Straßenschuh auch abseits befestigter Wege fordern muss. Vielleicht das kleinere Übel, wenn man bedenkt, dass der harte und oft einseitig abfallende Laufuntergrund Kai Markus Probleme bereitet.

Schon auf den ersten 2.000 Kilometern hatte Kai Markus mit den Belastungen der Straße zu kämpfen. Das ist nicht besser, aber auch nicht schlechter geworden. "Für meine Dehn- und Ausgleichsübungen, die es sicherlich besser machen würden, bin ich meist schlicht zu faul. Ziemlich dämlich eigentlich!", so Markus. "Das meiste warme Wetter hilft allerdings, denn warme Muskeln und Bänder sind einfach nicht so anfällig."

Die russische Lauf-Szene kennengelernt

Positiv überrascht hat ihn jedoch die russische Lauf-Szene. Über Facebook tat Kai Markus die Truppe Begeam.com auf. Dort hat man seine Idee begeisternd aufgenommen und von jetzt auf gleich Unmögliches möglich gemacht: russische TV-Sender und Zeitungen berichteten, er traf unterwegs immer wieder Läufer-Clubs, er bekam Massagen, Hilfe von Dolmetschern. "Besonders beeindruckt haben mich die Treffen mit Menschen, die ich sonst niemals hätte treffen können – selbst Olympionikinnen waren dabei", berichtet Markus. "Ich habe in ganz Russland gemerkt, dass ich für viele besonders jüngere aber auch ältere Läufer (bis über 60 jährige) eine riesige Motivation und Inspiration bin."

Motiviert von der überschwänglichen Herzlichkeit und der positiven Rückmeldung hat Kai Markus inzwischen die usbekische Grenze passiert. Auf runmysilkroad.com können Sie den Weg von Kai Markus via GPS-Tracker verfolgen.

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Bildergalerie: Equipment für 12.000 Laufkilometer
Foto: Kai Markus

Kai Markus läuft von Hamburg nach:

2.000 von 12.000 Kilometern gesch...