Zum Tod des US-Schauspielers

Robin Williams hatte läuferische Wurzeln

Der Tod von Robin Williams löste weltweit Trauer aus. Bekannt als Schauspieler, doch auch das Laufen und Engagement für den Sport waren Teil seines Lebens.

Robin Williams

Teil des Lebens von Robin Williams war der Sport.

Bild: istockphoto.com / EdStock

800 m in 1:58,80 Minuten

Am 11. August 2014 schockierte die Nachricht vom tot aufgefundenen Schauspieler und Komiker Robin Williams. Der 63-Jährige lebte mit seiner Frau bis zu seinem Tod in Kalifornien und litt vermutlich an starken Depressionen.

Williams Schauspieltalent ist bekannt durch die Filme „Good Will Hunting“, „Der Club der toten Dichter“, „Good Morning Vietnam“ und zahlreiche andere. Kaum jemand weiß jedoch, dass er zu High-School Zeiten noch ein weiteres Talent, das Laufen, pflegte.

Robin Williams: "Ich liebe Cross-Läufe."

Im Jahr 1969 lief der damals 18-jährige Williams die 800 m in beachtlichen 1:58,80 Minuten. Er gehörte in dieser Zeit dem Laufteam seiner High School in Kalifornien an, mit denen er unter anderem einen Schulrekord über 4 x 400 m (3:21,7 Minuten) aufstellte. Trotz der Erfolge auf der Bahn, witzelte der Schauspieler: „Ich liebe Cross-Läufe in der Natur. Auf der Bahn fühle ich mich eher wie ein Hamster."

Robin Williams läuft Seite an Seite mit körperlich eingeschränkten Athleten

Obwohl Williams an zahlreichen Wettkämpfen als Athlet teilnahm – darunter im Jahr 1984 das Dispea-Rennen, einem Traillauf in Amerika mit über 1.200 Höhenmetern - dürfte sein Engagement in sportlich-sozialen Projekten den meisten Menschen präsenter sein.

Der Schauspieler unterstützte 20 Jahre lang die "Challenged Athletes Foundation", eine Organisation, die Sportler mit körperlichen Einschränkungen fördert. Seine Hilfe war hierbei nicht nur finanzieller Natur, er startete auch in Triathlon-Teams mit körperlich behinderten Athleten. Die Gründer der „Challenged Athletes Foundation“ sprachen Robin Williams ihren Dank aus für seinen finanziellen, aber auch zeitlichen und körperlichen Einsatz, wodurch die Organisation enorm an Aufmerksamkeit gewann.

Williams wird in Erinnerung bleiben für seine herausstechenden Rollen und Auftritte als Schauspieler und Komiker, die mitunter immer wieder das Laufen thematisierten. Darüber hinaus wird er ein Vorbild bleiben durch sein jahrelanges soziales Engagement für Sportler, die auf Hilfe angewiesen sind.

Gelegentlich spielte das Laufen auch in seinen Sketchen eine Rolle. In dem Video unten, das wir im englischen Original dokumentieren, erklärt er wie ein Marathon einen deutlich günstigeren Rauschzustand bringt als das Konsumieren von Kokain.

Buchrezension

Laufen und Joggen für die Psyche

Buchrezension
Buchautor Ulrich Bartmann bringt das Joggen und die Psyche zusammen.... mehr

Neue Studie

Regelmäßiges Training stärkt die Psyche

Regelmäßiges Training stärkt die Psyche
Seelische Gesundheit profitiert von Sport und regelmäßiger Bewegung.mehr

Zatopeks Schatten

Olympiasieger Alain Mimoun ist tot

Alain Mimoun beim Olympiasieg 1956
Der Marathon-Olympiasieger von 1956 Alain Mimoun ist im Alter von 92... mehr