Hawaii Ironman

Rasmus Henning beendet seine Triathlon-Karriere nach dem Ironman Hawaii 2012

Der 41-jährige Däne Rasmus Henning beendete beim Ironman Hawaii 2012 seine Triathlon-Karriere. Im Interview spricht er über Hawaii und seine Zukunft.

Rasmus Henning beendet Karriere

Rasmus Henning gelang sein Ziel, den Ironman 2012 zu gewinnen und so seine Karriere zu beenden, nicht.

Bild: Ecco

Rasmus Henning ist einer der schnellsten Triathleten der Welt. 2011 belegte er den ersten Platz sowohl im Playitas Half-Challenge-Fuerteventura-Triathlon als auch beim Ironman 70.3 Timberman. Der mittlerweile 41-Jährige wurde geboren in Albertslund, Dänemark, und startete seine Sportkarriere als Schwimmer. 1998 trat Rasmus Henning erstmals als Triathlet an. In seinen ersten Jahren fokussierte er sich auf die olympische Triathlon-Distanz und nahm an den Olympischen Spielen in Athen (7. Platz) und Beijing (8. Platz) teil. Im Jahr 2004 gewann Rasmus Henning die europäischen Triathlon Meisterschaften wie auch fünf World Cups. Nun steht Rasmus Henning am Ende seiner Karriere, finishte allerdings noch den Hawaii Ironman am 13. Oktober 2012 als 22.

Wie war das Rennen? Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?

Rasmus Henning:
Ich wäre natürlich gerne besser gewesen, aber mein Körper hat mir einfach nichts mehr gegeben. Das Schwimmen lief super und ich fühlte mich auf dem Rad so gut wie noch nie in den zwei Jahren hier. Ich habe alles dran gesetzt die Atmosphäre aufzusaugen und die letzten Teile des Rennens zu genießen. Der Moment als ich die Ziellinie überquerte war wirklich emotional. Es war fantastisch, all die Glückwünsche und Anteilnahmen von meinen Laufkollegen und den Zuschauern zu hören.

Nach dreizehn Jahren professionellem Triathlon, wie besonders ist da das Rennen auf Hawaii? Inwiefern unterscheidet es sich von anderen Triathlon-Rennen?

Rasmus Henning:
So gerne ich den Ironman auf Hawaii immer besser gefinisht hätte, bin ich einfach nie richtig warm mit ihm geworden. Die Platzierung des Rennens war unpassend für mich, zeitlich wie örtlich. Wenn es im Frühjahr oder frühen Sommer in Europa gewesen wäre, hätte ich sicherlich besser abgeschnitten, weil ich immer besser war in der ersten Hälfte der Saison. Ich war generell immer besser bei Rennen, die eine nicht so lange Anreise erforderten. Hawaii passt den Athleten aus Amerika und Australien klar besser oder denen, die zumindest sechs Wochen vorher vor Ort sich vorbereiten können. Beides waren nie Optionen für mich. Die Atmosphäre ist wirklich einzigartig in Kona, aber das Rennen an sich unterscheidet sich nicht sehr von anderen Rennen in der ganzen Welt.

Rasmus Henning freut sich nun auf mehr Freizeit und zwangloses Trainieren.

Bild: Ecco

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt um Aufzuhören? Wenn ja, warum?

Rasmus Henning:
Es ist der perfekte Moment und ich bin sehr glücklich über meine Entscheidung. Ich beende nun meine Karriere am Ende einer großartigen Saison mit drei Siegen. Mein Körper ist jetzt perfekt trainiert für all die Sportarten, die ich nun in meiner Freizeit machen werde. Wenn ich jetzt noch weiter machen würde, wäre ich nicht so zufrieden mit mir wie ich es jetzt bin. Auch in Sachen Motivation ist der ideale Zeitpunkt erreicht. Ich bin an einen Punkt angelangt, wo meine Ziele einfach nicht mehr den Stellenwert in meinem Leben haben wie zuvor, und all die Opfer, die man dafür erbringen muss, werden immer größer.

Sie haben vor nicht allzu langer Zeit eine eigene Firma gegründet? Was sind da Ihre Ziele?

Rasmus Henning:
Ich bin froh, durch meine Firma TriNordic weiterhin mit dem Triathlon zu tun zu haben. 2013 werde ich damit intensiv starten. Wir beschäftigen uns mit dem Vertrieb und Verkauf von hochwertigen Triathlon-Produkten in Nord-Europa. Zusätzlich bieten wir Trainingscamps und andere Lehrveranstaltungen an. Ich hoffe, mich durch meine neuen Aufgaben herausfordern zu können und bisweilen diese spezielle Anspannung zu finden, diese Angst und das Gefühl des Erfolgs, was der Sport mir über so viele Jahre gegeben hat. Ohne das kann ich auf keinen Fall richtig bei der Sache bleiben und glücklich sein.

Ich habe hoffentlich immer noch mit Triathlon zu tun, und TriNordic ist Marktführer für Triathlon in Nord-Europa. Ich werde vielleicht ab und zu an Wettkämpfen teilnehmen, aber genauso gerne werde ich meine Kinder und meine Frau zu ihren Freizeitaktivitäten begleiten.

Haben Sie noch einen Tipp für all die Leute, die Ihren ersten Triathlon noch vor sich haben?

Rasmus Henning:
Man sollte erst mal mit der kürzeren Distanz anfangen, um ein Feeling dafür zu bekommen. Tretet in einen Verein ein und lernt die ganzen tollen Leute kennen, die es in unserem Sport gibt. Eure Ziele und Euer Einsatz können immer noch weiter wachsen.

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