Verletzungspech

Olympia- und EM-Aus für Sabrina Mockenhaupt

Für Sabrina Mockenhaupt ist der Traum einer vierten Olympia-Teilnahme geplatzt. Ein sich abzeichnender Ermüdungsbruch im Becken zwingt sie zu einer längeren Pause.

Sabrina Mockenhaupt

Es läuft nicht für Sabrina Mockenhaupt.

Bild: photorun.net

Für Sabrina Mockenhaupt ist der Traum einer vierten Olympia-Teilnahme geplatzt. Verletzungsbedingt muss die 35-jährige Langstreckenläuferin der LG Sieg eine längere Pause einlegen, so dass sie keine Chance mehr hat, sich für die Spiele in Rio zu qualifizieren. Der geplante Start über 10.000 m bei den Europameisterschaften Anfang Juli in Amsterdam ist damit ebenfalls hinfällig. Bei einer Untersuchung in der Folge ihres Startverzichtes bei den Deutschen Meisterschaften über 5.000 m am vergangenen Wochenende wurde ein sich abzeichnender Ermüdungsbruch im Becken diagnostiziert. Dies erklärte Sabrina Mockenhaupt, für die damit eine hauptsächlich verletzungsbedingte Pechsträhne anhält, auf ihrer Internetseite.

Vorstufe zum Ermüdungsbruch

„Mein Traum von Olympia in Rio ist vorbei! Lange habe ich gekämpft, unermüdlich gearbeitet und viel in Kauf genommen, Hoffnungen gehegt, Teilerfolge gefeiert und berechtigte Ambitionen gespürt. Dann der Besuch am Montag bei einem renommierten Sportarzt in Stuttgart und dessen eindeutige Analyse: Vorstufe zum Ermüdungsbruch im Becken! Spätestens in einem Monat wäre bei geplanter Belastung der Bruch erfolgt“, schrieb Sabrina Mockenhaupt, die nun eine sechswöchige Sport-Zwangspause verordnet bekam.

Es ist nicht einmal ein halbes Jahr her, da erlitt Sabrina Mockenhaupt kurz vor Silvester einen Bruch des Mittelfußknochens im linken Fuß. Sie war im Training umgeknickt und setzte damit eine Verletzungsmisere fort, die sich bereits durch die letzten Jahre gezogen hatte. 2015 war eine Qualifikation für den Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaften in Peking, nicht möglich. Stattdessen unterzog sich die Läuferin einer Operation am Fuß.

Zu früh wieder ins harte Training

„Nach der Operation am Sprunggelenk habe ich zu früh meinem Körper wieder alles abverlangt um schnell in Form zu kommen, da ich hinsichtlich Olympia absolut unter Zeitdruck stand. Der zweite Dämpfer Ende letzten Jahres mit dem Bruch im linken Fuß hatte mich dann erneut gestoppt. Und auch diesmal bin ich zu früh an meine Grenzen gegangen. Erneut unter der Prämisse Zeitdruck. Generell würde ich es aber genauso wieder tun, da es die einzige Möglichkeit war, meinen Traum von den vierten Olympischen Spielen zu schaffen. Aber es ist wie immer im Leben – liegen bleiben bringt nichts, nur wer aufsteht, kann neue Ziele erreichen“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die sich nach dem Ermüdungsbruch im Fuß bereits im April wieder mit einem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon zurückgemeldet hatte.

Bei einer großen Meisterschaft im Sommer startete Sabrina Mockenhaupt zuletzt in Zürich bei den Europameisterschaften 2014. Damals überzeugte sie zunächst mit einem guten sechsten Rang über 10.000 m, dann startete sie auch im Marathon, gab jedoch verletzt auf.

Kein Karriereende

Sabrina Mockenhaupt denkt trotz der Rückschläge nicht an ein Karriereende. „Ich habe Ziele – die WM 2017 und die EM 2018 im eigenen Land sind meine kurzfristigen Antriebsfedern. Das ,System Mockenhaupt’ muss wieder ins Lot kommen, und das werde ich mit Ruhe und Bedacht angehen“, erklärte die Läuferin.

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