Arne Gabius

Nach Berliner Blackout in Kenia mit neuen Zielen

Unmittelbar nach dem Berliner Halbmarathon, den Arne Gabius nach Bauchmuskelkrämpfen und Blackout als 301. in 1:21:18 Stunden joggte, flog er zum Höhentraining nach Kenia.

Arne Gabius

Arne Gabius beim Berliner Halbmarathon.

Bild: photorun.net

Unmittelbar nach dem misslungenen Berliner Halbmarathon begann für Arne Gabius die Vorbereitung auf den nächsten Saisonabschnitt. Der 34-jährige Läufer, der für Marathon Hamburg startet und im Frühjahr keinen Marathon laufen wird, joggte nach Bauchmuskelkrämpfen und einem Blackout auf Platz 301 in 1:21:18 Stunden ins Ziel. Inzwischen fuhr er für drei Wochen ins Höhentraining nach Kenia. Besonders will sich Arne Gabius in den nächsten Monaten auf die 10.000-m-Strecke konzentrieren, die er erst vor einem Jahr zum ersten Mal gelaufen ist. 27:55,35 Minuten erreichte Gabius in seinem nach wie vor einzigen Rennen über die 25 Stadionrunden.

„Ich habe über diese Strecke noch Nachholbedarf“, sagte Arne Gabius, der Anfang Mai in den USA über 10.000 m starten wird. Ein Start über diese Strecke bei den Weltmeisterschaften im Sommer in Peking ist ebenfalls denkbar, wobei die 5.000 m auch eine Option wären. „Es kann aber auch passieren, dass ich gar nicht bei den Weltmeisterschaften starte“, sagte Arne Gabius, der auf jeden Fall im Herbst seinen zweiten Marathon laufen will.

Dabei könnte sich der Läufer dann auch für die Olympischen Spiele 2016 qualifizieren. „Vom olympischen Marathon träumt natürlich jeder. Das ist etwas ganz Großes. Die Tür kann ich nicht zuschlagen“, hatte Arne Gabius nach seinem ersten Marathonrennen in Frankfurt (2:09:32 Stunden) im vergangenen Oktober erklärt.

Eine Zwangspause wie beim Berliner Halbmarathon am vergangenen Sonntag soll
es dann natürlich nicht noch einmal geben. Ausgerechnet in jenem Autohaus, dessen bayerische Marke eine Reihe von großen Laufveranstaltungen sponsert, kam Arne Gabius nach einem Blackout wieder zu sich. Bauchmuskelkrämpfe hatten ihm derart zugesetzt, dass er in Berlin am Sonntag kurz vor der 13-km-Marke stehen bleiben, sich übergeben und auf das Straßenpflaster legen musste. „Mir wurde Schwarz vor Augen.“

Der Mann, der ihm half war ein bekannter Läufer: Der frühere 1.500-m-
Läufer Carsten Schlangen begleitete einen anderen deutschen Topathleten, Steffen Uliczka, auf dem Fahrrad. Als er Gabius am Straßenrand erblickte, brachte er ihn in das nahe gelegene Autohaus von BMW. „Ich war kurz weggetreten, und als ich wieder zu mir kam, dachte ich mir, die Stimme kenne ich doch – es war Carsten Schlangen. Ich fand mich dann plötzlich in einem Hinterzimmer des Autohauses wieder. Ich dachte mir, wo bin ich hier, denn ich sah einen lilafarbenen Rolls Royce“, erzählte Arne Gabius, der noch vor kurzem mit einem neunten Platz beim stark besetzten New York-Halbmarathon überzeugt hatte.

„Langsam ging es mir wieder besser und ich dachte mir, dann jogge ich jetzt ins Ziel. So konnte ich mir wenigsten mal den Checkpoint Charlie anschauen und das Rennen aus einer ganz anderen Perspektive erleben“, sagte Arne Gabius.