Almaz Ayana

Mit Olympia-Gold zur Welt-Leichtathletin

10.000-m-Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Almaz Ayana wurde als Welt-Leichtathletin des Jahres geehrt.

Welt-Leichtathletin des Jahres 2016 Almaz Ayana

Almaz Ayana wurde zur Welt-Leichtathletin des Jahres gewählt.

Bild: race-news-service.com

Äthiopiens Langstrecken-Sensation Almaz Ayana wurde vom internationalen Leichtathletik-Verband IAAF in Monte Carlo als Welt-Leichtathletin des Jahres geehrt. Die 25-Jährige hatte bei den Olympischen Spielen in Rio mit einem völlig überraschenden 10.000-m-Weltrekord die Goldmedaille gewonnen. Im 5.000-m-Finale lief sie zudem auf den Bronze-Rang. In der letzten Runde der IAAF-Wahl setzte sich Almaz Ayana gegen die jamaikanische Sprinterin Elaine Thompson und die polnische Hammerwerferin Anita Wlodarczyk durch.

Usain Bolt sprintet erneut zum Welt-Leichtathleten der Männern

Bei den Männern fiel die Wahl zum sechsten Mal auf den Sprint-Superstar Usain Bolt. Der Jamaikaner lag in der Runde der letzten Drei - neben ihm standen der 400-m-Sensations-Weltrekordler Wayde van Niekerk (Südafrika) und der 5.000- und 10.000-m-Olympiasieger Mo Farah (Großbritannien) zur Wahl - vorne.

Ausgezeichnet wurde in Monte Carlo unter anderen auch die frühere Marathon-Weltrekordlerin Tegla Loroupe (Kenia), die bei den Olympischen Spielen in Rio das Flüchtlings-Team verantwortlich betreute und sich über viele Jahre hinweg im Sport sozial engagiert.

Mit Almaz Ayana wurde zum zweiten Mal in Folge eine Läuferin als Welt-Leichtathletin des Jahres ausgezeichnet. 2015 war die Wahl auf ihre äthiopische Landsfrau Genzebe Dibaba gefallen. „Ich finde keine Worte, um meine Gefühle zu beschreiben - ich bin sehr glücklich“, erklärte Almaz Ayana, die in Rio das 10.000-m-Rennen in der Weltrekordzeit von 29:17,45 Minuten gewonnen hatte. Damit war die 5.000-m-Weltmeisterin von 2015 gleich um gut 14 Sekunden schneller als die Chinesin Wang Junxia, die 1993 eine Zeit von 29:31,78 Minuten gelaufen war.

Auch 5.000-m-Weltrekord in Reichweite für Almaz Ayana

Almaz Ayana hatte sich in den vergangenen Jahren in der Weltspitze etabliert und war vor Olympia schon zweimal dicht an den 5.000-m-Weltrekord herangelaufen. Diese Marke von Tirunesh Dibaba steht bei 14:11,15 Minuten, die bisherige Bestzeit von Ayana aus diesem Jahr bei 14:12,59 Minuten. Doch im Gegensatz zu den 5.000 Metern, die zu den Zeiten der Dominanz der Chinesinnen Anfang der 90er Jahre international bei den Frauen noch keine große Rolle spielten, war der 10.000-m-Weltrekord ein anderes Kaliber. Als Wang Junxia 1993 Weltrekord lief, war dies eine Fabelzeit. Schon damals gab es Spekulationen bezüglich Dopings bei den Chinesinnen, die sich zuletzt nach entsprechenden Aussagen in China erhärtet haben.

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