Die Karrierefrau im Interview

Maike Röttger ist beruflich viel auf Reisen

Maike Röttger ist Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International. Sie besucht die Hilfsprojekte der Organisation immer wieder persönlich.

Seit wann gibt es Plan International?

Ursprünglich sind wir 1937 im spanischen Bürgerkrieg gegründet worden, und zwar von einem britischen Journalisten, der das Leid dieser Kinder gesehen hat und schon damals die Idee entwickelt hat, dass es andere Menschen gibt auf der Welt, die Patenschaften für diese Kinder übernehmen und damit die Arbeit finanziell unterstützen. Sie bekommen einmal im Jahr einen Brief mit einem Bericht über das Kind und seine Entwicklung. Dieses Konzept funktioniert auch noch heute.

Man spendet also über Patenschaften?

Das ist meistens so. Wir haben über 300.000 Paten in Deutschland, die eine Patenschaft für ein oder mehrere Kinder haben. Wichtig ist dabei, dass das Geld nie direkt dem Kind zufließt, sondern immer in die Projekte der Gemeinde. Damit profitieren alle davon. Aber es gibt auch Leute, die zum Beispiel regelmäßig in unseren Mädchen-Fonds, Teil der „Because I am a Girl“-Kampagne, spenden. Mit dem Geld finanzieren wir dann Projekte, die Mädchen besonders fördern.

Wie sieht Ihre eigene Arbeit aus? Sind Sie viel unterwegs?

Ja, ich reise in die Projekte, ich arbeite mit meinen Kollegen vor Ort, lege natürlich Rechenschaft ab für die Spender. Oder ich reise mit Politikern, Prominenten oder Großspendern in die Projekte, die mit eigenen Augen sehen wollen, was wir erreicht haben. Bei uns im Haus gibt es je eine Abteilung, die die Projekte vor Ort unterstützt und die Paten betreut.

Und Sie laufen auch außerhalb des CRAFT Women’s Runs?

Ich habe schon immer viel Sport gemacht, als Kind Leichtathletik, mit zwölf habe ich angefangen, Tennis zu spielen und das als Jugendliche auch sehr intensiv gemacht. Regelmäßig laufe ich seit etwa 20 Jahren, meist so eine halbe Stunde, aber ohne Quälerei. Für mich ist es wichtig, den Kopf freizukriegen, den Sauerstoff durchzuatmen, und alle Muskeln durchzuschütteln.

Also keine Wettkämpfe – außer dem CRAFT Women’s Run natürlich.

Nein, eher nicht. Aber schon als Kind in der Leichtathletik lagen mir die Strecken ab 1.000 Meter eher, die Kurzstrecken nicht so. Aber ich habe noch nie auf einen Halbmarathon oder einen Marathon trainiert. Im Moment würde ich das zeitlich gar nicht schaffen, da bin ich froh, einfach mal rauszukommen und eine Runde zu laufen. Beim CRAFT Women’s Run sind wir von Plan aber mit einem Team dabei.

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