Laufen und Politik

Eines hat Sarah Palin über das Laufen gelernt: Es verbindet die Menschen.

Sind sie schon einmal mit anderen berühmten Menschen oder Politikern gelaufen?
Nein. Ich schleiche mich normalerweise zum Laufen raus. Und wenn mich jemand fragt, sage ich direkt, „Ich laufe alleine, sorry.“

Ist Laufen unparteiisch?
Gott sei Dank ist es das! Beim Laufen spielt es keine Rolle, welchen Hintergrund man hat, aus welcher Schicht man kommt, welche Rasse man hat oder welcher politischen Partei man sich zugehörig fühlt. Laufen ist eine so vereinende, gesunde und großartige Sportart.

Was hat Sie das Laufen über Politik gelehrt?
Das, was es mich auch über das Leben gelehrt hat: Du musst entschlossen sein und dir Ziele setzen und du darfst dich nicht beschweren, wenn mal etwas weh tut, denn das will keiner hören. Manchmal zehrt einen das Laufen auf, man ist ausgebrannt – so ist das auch mit der Politik. Aber wenn man am Zug bleibt und man dabei ist, weil man weiß, dass es eine gute Sache ist, dann reißt man sich zusammen und zieht das ganze durch. Der frühere Redakteur der amerikanischen RUNNER’S WORLD George Sheehan konnte richtig in Worte fassen, was das Laufen für das Leben bedeutet. Wenn mich jemand während der Kampagne nach meinem Lieblingsautor fragte, dann antwortete ich C.S. Lewis, John Steinbeck und Dr. George Sheehan. Die Reporter haben mich angesehen und gedacht, „Wer zur Hölle ist das?“ Sheehans Bücher und Kolumnen haben mich vor 10, 15, 20 Jahren inspiriert und sie tun es noch immer. Er war ein brillanter Mann.

Mir wurde gesagt, der Präsident sei ein Läufer. Würden Sie jemals mit ihm laufen gehen?
Natürlich würde ich mit ihm laufen gehen. Die Leute haben mich auch schon gefragt, ob ich ihn zum Eins-gegen-Eins herausfordern würde, denn auch er liebt Basketball. Aber, wissen Sie, er ist größer als ich...

Wie sieht es aus mit einem Wettrennen? Könnten Sie den Präsidenten schlagen?
Ich wette, ich hätte mehr Ausdauer als er. Was mir vielleicht an physischer Stärke oder Fähigkeiten fehlt, gleiche ich durch meine Entschlossenheit und meine Ausdauer aus – meine alten Coaches werden Ihnen das bestätigen. Wenn es also ein langes Rennen wäre, das einiges an Ausdauer erforderte, dann würde ich gewinnen.

Würde das Rennen in Alaska oder in Washington stattfinden?
Ich würde es begrüßen, wenn er nach Alaska kommen würde. Dann könnte er die Schönheit dieses 49. Staates mit eigenen Augen sehen.

Der Tag, an dem Sie zur Vize-Präsidentschaftskandidatin erwählt wurden, muss welterschütternd gewesen sein. Fühlten Sie sich danach, Laufen zu gehen – oder waren sie vielleicht sogar tatsächlich an diesem Tag laufen?
Ja, allerdings schon früher an diesem Tag. Als ich den Anruf der McCain Kampagne erhielt, ging ich gerade mit meinen Kindern spazieren. Es ist schon witzig, dass wir Läufer bei so weltbewegenden Einschnitten immer zuerst daran denken, laufen zu gehen. Für mich ist es jedenfalls so. Ich feiere Dinge gerne indem ich einen langen, heißen Lauf mache.

Laufen ist für sie also auch etwas Festliches?
Im Mai fragte mich Todd, was ich mir zum Muttertag wünschen würde. Ich sagte, „Gib mir eine Stunde für meinen Lauf und ich bin glücklich.“

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