Toms Top Ten

Laufen gefährdet Ihre Umwelt

Was Läufer häufig missachten: Ihr Hobby setzt Mitmenschen einem unverhältnismäßigen Risiko aus. Ein schonungsloser Blick auf die Schrecken des Passivlaufens.

Toms Top Ten

Erwischt! Dreister Dünenschänder im Dunkeln.

Bild: Tom

10. Natürlich dürfen Wandergruppen die ganze Breite des Weges einnehmen. Sie sind ja die Mehrheit und wir leben immer noch in einer Demokratie. Wenn man Läufer vorbeilässt, dann aus purer Nachsicht für Minderheiten.

9. Die Steigerung sind Muttis mit Kinderwagen in Quadriga-Spazier-Formation. Läufern, die vorbeiwollen, werden in aller Konsequenz Grenzen aufgezeigt.

8. Was für ein Schreck, wenn man mit seinem Auto aus der Einfahrt rauscht, und da plötzlich ein Jogger ist, der sonst nie da war. Womöglich schaut der noch irritiert. Es fordert volle Sozialkompetenz, ihm jetzt entspannt lächelnd zu zeigen, das Leben mit Humor zu nehmen.

7. Es gab schon männliche Kreuzfahrtpassagiere um die fünfzig, die sich wegen der vielen Joggerinnen an Bord beim Dauer-Baucheinziehen einen Bruch geholt haben.

6. Autofahrer in der Stadt sind die Krone der Schöpfung, gerade dann, wenn Ampeln die Farbe wechseln. Raubtierhaft jongliert man Schätzung, Berechnung und pures Adrenalin! Ein Jogger, der da sofort über die Straße läuft, wenn seine Ampel Grün zeigt, muss lernen: Das Gesetz der Straße heißt „Survival of the fittest“.

5. Wie viel Urlaubsglück haben Trailläufer auf dem Gewissen – wenn da zum Beispiel ein ambitionierter E-Biker die Alpen hinauf astet, und die überholen ihn einfach.

4. Ist doch wirklich kein Vorbild, wenn die Grundschullehrerin morgens bei Kälte und Regen zur Schule joggt, während man im Schweiße der Verantwortung Sohnemann im SUV zur Schule fährt. Hoffentlich lässt der Kleine sie in der Pause beim Spielen auf der Wippe oben verhungern.

3. Diese Angeberei mit den schönsten Sportverletzungen ist für jemanden, der sich höchstens mal beim Gehirnjogging die Rümpfmuskulatur gezerrt hat, schwer zu ertragen.

2. Wie viele Promoterinnen in Kaufhäusern wurden schon in ihrer Berufsehre verletzt, als sie unwissend einer Läuferin eine Cremeprobe reichten – und die reißt das Tütchen mit den Zähnen auf, drückt sich den Inhalt in den Mund und mümmelt: „Schmeckt grotte.“

1. Der Imbiss-Angestellte, bei dem der total verschwitzte Läufer die Cola mit fünf Euro bezahlte, die er aus seinem Schuh fischte, schwört seinen Enkeln heute noch, dass der Schein auf dem Tresen in seine Richtung robbte.

Die Bücher von Marvin Running alias Tom: Mehr Spaß am Laufen

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