Toms Top Ten

Läufer-Probleme

Verletzungen, Krämpfe, Unverständnis: Dass Laufen unangenehme Folgen haben kann, beweisen Toms Top Ten.

Marvin Running – Läuferwade

Monsterwade.

Bild: Marvin

10. Krämpfe: Besonders gemein sind sie nach dem Lauf, wenn man nicht mehr mit ihnen rechnet. Dann können sie den ganzen Körper erfassen. Wenn Ihre Muskulatur von so einem unkontrollierbaren Gewitter elektrischer Impulse durchgeschüttelt wird, hoffen Sie, dass Sie nicht gerade eine Klobürste benutzen.

9. Leistenschmerzen: Wer sich trotz Schambeinentzündung an die letzten Seiten des Kamasutras wagt, kommt zukünftig mit Rollator ins Schlafzimmer.

8. Verkürzte Muskeln: Für langjährige Läufer ist Yoga in etwa wie Origami für ein Brett. Na und, sagen Sie, für langjährige Yogis ist Laufen in etwa wie Schwertkampf mit Spaghetti. Trotzdem kann eine Beimischung von Yoga für Ihr Fitnessportfolio eine sinnvolle Investition sein.

7. Nachschwitzen: Sie nutzen die sommerliche Mittagspause fürs Intervalltraining. Wenn Sie gleich danach wieder in den Anzug schlüpfen und sich ins Meeting setzen, sollten Sie als Einstecktuch einen Wischmop erwägen.

6. Muskelschmerzen: Wenn man's anfangs mit dem langen Lauf übertreibt, tut's weh. Sehr weh. Dann stehen Sie am Fuße einer Treppe und winseln sehnsüchtig nach oben. Auch wenn's nur vier Stufen sind. Hoch kommen Sie nicht, also sinken Sie zu Boden. Der Vorteil: Bis Sie wieder gehen können, wird man Ihnen eine Menge Euros zugesteckt haben.

5. Zerrungen: Wer glaubt, er könne sie beim Laufen lockern, melde sich bitte bei Ikarus & Cie. Investment Advisors, die haben noch ein paar Griechen-Bonds zu verkaufen.

4. Monsterwaden: Wer häufiger in Zehenschuhen durchs Gelände läuft, bevorzugt bald Schlaghosen. Gewöhnen Sie sich schon mal an Spitznamen wie "Waden-Popeye" oder "Keulimausi".

3. Geruch: Anfangs hat er Sie noch gestört, dieser Gestank der gebrauchten Laufklamotten in Ihrem Spind. Jetzt lieben Sie ihn. Okay. Aber wenn diese Aromawelt auf Ihre kulinarischen Vorlieben abfärbt, etwa mit schwedischem Surströmming oder lang gereiften Ziegenkäsevariationen, wird's einsam um Sie.

2. Wenn Läufer die Familienplanung mit der gleichen Akribie wie die Trainingsplanung handhabten ("heute 2 Stunden GA1-Arterhaltung"), würde jeder Kleinstadtmarathon in Woodstock ausarten und Thilo Sarrrazin wäre wieder einmal einen Job los. Schade eigentlich.

1. Unterhalb von zehn Prozent Körperfett (Männer) und fünfzehn Prozent (Frauen) hält Sie Ihre Umwelt für krank. Sie fühlen sich großartig, aber Ihre Mitmenschen glauben es Ihnen einfach nicht. Das ist natürlich ein Problem. Aber nicht Ihres.

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