Toms Top Ten

Läufer nach Berufsgruppen

Bis ins Lauftraining verfolgt einen der Job. Was Ihr Beruf über Ihre Einstellung zum Laufen aussagt, verrät Toms Top Ten.

Anzug

Klar zu unterscheiden sind Berufsgruppen beim Lauftraining - selbst ohne Schlips und Krawatte.

Bild: Marvin Running

10. Bankiers zeigen beim Laufen gerne ihre Expertise für Soll und Haben: Sie sollten laufen, haben es aber mal wieder nicht geschafft.

9. Windows-Programmierer ignorieren beim Training alle Fehlermeldungen ihres Körpers, interpretieren ihr Wettkampfresultat als schweren Ausnahmefehler und senden die Ergebnisliste als Problembericht an Runner’s World.

8. Wenn Ärzte neu im Job sind, haben sie keine Zeit für regelmäßiges Training. Und wenn sie dafür Zeit haben, sind sie meist zu alt. Gewiefte Smilepraktiker machen es cleverer: Während sie auf der Sonnenbank liegen, schreibt ihr Ghostwriter ihnen eine tolle Buchserie. „Forever Fit“ ist ein heißer Titelfavorit.

7. Diktatoren üben sich für den Fall der Fälle gerne in Trail-Läufen durch unzugängliche Bergregionen. Besonders beliebt: „Le Grand Raid Réunion“.

6. Marketingspezialisten geben beim Marathon statt ihrer Altersklasse ihre Telefonnummer an und erklären sich in dieser Kategorie zum Sieger.

5. Französische Kultregisseure folgen beim Marathon ihrer eigenen Dramaturgie: Auf dem Dixiklo eine schnelle Starnummer, dann endlose Monologe über die Erotik von Pulsgurten, und am Ende rennen sie zum Beweis der Belanglosigkeit des Daseins nicht ins Ziel, sondern in ein rot-weißes Absperrungsband.

4. Grundschullehrer schaffen beim Kindermarathon die Zeitmessung ab und schreiben stattdessen eine Beurteilung. Nach einem Laufentwicklungsgespräch geben sie jedem Kind eine individuelle Streckenlänge und im Ziel eine Finisher-Anlauttabelle.

3. Erzählen Sie nie einem Hedgefonds-Manager Ihre Marathon-Bestzeit. „Peanuts“, wird er sagen und Ihnen von seiner Performance beim „persistance hunting“ auf Büffel in den entlegenen Savannen der Zentralafrikanischen Republik erzählen. Messen lässt sich solche Performance natürlich kaum.

2. Strategieberater verbinden beim Marathon ihre Restrukturierungs-, Industrie- und funktionalen Kompetenzen mit aktueller Marktexpertise zu einem ganzheitlichen Stakeholder-Konzept, verpassen aber leider die Teilnahme, weil keine Business-Class-Flüge mehr frei waren.

1. Psychologen freuen sich, wenn sie ihren Mitmenschen pathologisches Verhalten attestieren können. Daher bleiben sie Marathons häufig fern. Denn bei so viel echter Emotion wirken Grundfesten wie „Anatomie der menschlichen Destruktivität“ und „Grundformen der Angst“ irgendwie blass.

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