Für den guten Zweck

Kleine Idee mit großer Wirkung – Run4Haiti

Nach dem Erdbeben in Haiti im Januar 2010 rief ein Jurastudent die Initiative Run4Haiti ins Leben.

Hendrik Auf'mkolk

Hendrik Auf’mkolk rief den Run4Haiti ins Leben.

Bild: Privat

Der dezentrale Spendenlauf, der am 31. Januar 2012 zugunsten der Aktion Deutschland Hilft e.V. stattfand, ist ein Musterbeispiel für die Wirksamkeit privater Initiativen.

Bei der interaktiven Spendenaktion Run4Haiti waren fitte Beine und Kilometermachen gefragt. Der Aufruf: Am 31. Januar 2010 sollten Läufer ihren Trainingslauf Haiti widmen und die gelaufenen Kilometer anschließend in Euros spenden. Rund 2.000 Läufer aus 20 Ländern an 400 Orten Weltweit beteiligten sich. Darunter waren auch die Lauf- und Triathlon-Promis Tobias Sauter, Falk Cierpinski und Steffen Justus. Manche Läufer legten einen Long Jog von bis zu 30 Kilometern durch Kälte und Schnee zurück. Die Läufer legten zusammen insgesamt über 25.000 Kilometer an einem Tag! Dadurch kamen insgesamt 40.000 Euro zusammen. Viele Läufer rundeten Ihre Geldbeträge auf und einige Firmen verdoppelten die gelaufenen Spenden sogar.

Die Idee hatte Hendrik Auf’mkolk, 25, Student aus Münster, der den Aufruf platzierte. Danach kam er zwei Wochen lang kaum von E-Mail und Telefon los, denn er hatte eine riesige Laufwelle ausgelöst. „Die Bilder von Haiti gingen mir beim Training nach. Ich konnte ja schlecht selbst hinfliegen, also überlegte ich, wie ich sonst helfen könnte. So entstand die Aktion“, sagt er. Run4Haiti hat Fanpages auf Facebook und Twitter, auch das brachte den Stein schnell ins Rollen. „Die Aktionsteilnehmer meldeten sich im Vorfeld mit ihren Kilometern an. Sie haben es eingehalten und gespendet, auf Läufer ist eben Verlass“, sagt Hendrik. Informationen zur erfolgreich beendeten Aktion gibt’s auf der Internetseite www.run4haiti.de.

Wie organisiere ich einen Spendenlauf?
Martin Soa erläutert die Dinge, die bei einem Spendenlauf beachtet werden müssen auf runnersworld.de/sowa.

Trotz Tatendrang Augen auf: Schwarze Schafe erkennen
Im Spendengeschäft gibt es jedoch – wie überall, wo Geld fließt – auch schwarze Schafe. Bei den großen, weltweit agierenden Hilfsorganisationen erkennt man die Seriosität unter anderem am Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich zusätzlich, die Spendenberichte auf den jeweiligen Websites zu lesen: Hier sollten Zahlen wie Verwaltungskosten und Rücklagen dargelegt sein.

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