Marvin Running

Iron Marvin

Wieso bloß dieser Hype um Ironman Hawaii? Da ist doch nichts dabei, ich zeig euch mal Iron Marvin.

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Naben dem Ironman gibt es noch andere schöne Dinge auf Hawaii.

Bild: Klaus Brüheim / pixelio.de

„I’m here to win“, betitelte der zweimalige Ironman-Hawaii–Gewinner Chris McCormack sein Buch. Es geht auch anders, finde ich. Hier mein Vorschlag für den "Iron Marvin“.

Letztes Wochenende war es wieder soweit. 1.500 Athleten und Millionen zuschauender Schweinehunde-Folterknechte (auch meiner) huldigten dem Mythos des Ironman Hawaii.

Ist doch nix Besonderes dabei, finde ich. Erbarmungslose Zweikämpfe, Gegenwind, heiße Luft, Psychospielchen, zehn Stunden lang ohne Mittagspause: Klingt für mich wie ein typischer Bürotag. „Was soll bloß dieser Hype darum?“, frage ich.

„Das ist der Mythos Hawaii!“, ruft Herrchen mit glänzenden Augen. "3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen vor grandioser Kulisse, dort, wo der Ironman geboren wurde."

„Den Mythos kann man mit leichten Änderungen im Ablauf einfacher und angenehmer haben“, sage ich. „Mein Vorschlag für die erste Disziplin wäre: 3,86 Stunden Whirlpool.“

„Ha! Im Neoprenanzug, oder wie? In vier Stunden bist du doch total verschrumpelt.“

„Nun“, antworte ich, „es erfordert schon eine gewisse Ausdauer. Vorher müssen uns hawaiianische Grazien natürlich den Körper sorgfältig mit Palmbutter einölen. Dann könnte man es schaffen, denke ich.“

„Ah.“

„Und im Anschluss verwöhnen uns die zwei Inselschönheiten mit einer 180,2 Minuten langen Lomi-Lomi-Massage.“

Herrchen fragt: „Was ist das denn?“

Ich erkläre: „Irgendwas Hawaiianisches. Ist doch egal, von mir aus kann es auch gerne eine Hupi-Hupi-Massage sein.“

„Ist klar.“

„Und die letzte Disziplin ist: In einer Cocktailbar meiner Wahl für 42,195 Euro Caipis wegzischen. Wenn die zwei Hupi-Hupis noch dabei sind, könnte ich hier sogar zur Triple-Ironman-Form auflaufen. Mann, da würde ich echt alles geben. Koma-Saufen bis der Medizinmann kommt!“

„Marvin, so entschlossen kenne ich dich gar nicht.“

„Dann ist es höchste Ironbahn, dass wir uns hier mal um meine Auffassung von Mythos kümmern.“

Er blinzelt.

„Ohne mich verlierst du noch mal alle Lebensfreude“, hake ich nach. „Morgen kümmern wir uns um den Iron Marvin, ja?“

„Netter Versuch, Marvin“, sagt er. „Netter Versuch.“

Bekenntnisse eines Schweinehunds:

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