Popstar

Fit für die Bühne

Christina Stürmer gibt auf der Bühne alles. Durch das Laufen bringt sie sich für ihre Konzerte in Form.

Ein Lauf mit Christina Stürmer

Erschöpft, aber glücklich: Christina Stürmer lief den Frauenlauf in Wien mit.

Bild: Nike

Nehmen Sie Ihre Laufschuhe auch mit auf Tournee oder bleibt Ihnen dann keine Zeit zum Laufen?
Doch, doch. Die Laufschuhe waren jetzt im Studio immer mit dabei. Auf Tour werden sie sicher mitkommen, weil meine Jungs aus der Band auch immer wieder sehr gern laufen gehen, zum Beispiel vor dem Soundcheck. Und die Schuhe brauchen ja auch nicht viel Platz.

Wie sind Sie eigentlich zum Laufen gekommen und wie lange laufen Sie schon regelmäßig?
Regelmäßig noch nicht so lange. Ich war immer wieder ab und zu mit meinen Jungs laufen, gerade wenn wir auf Tour waren. Allerdings muss ich zugeben, dass sich das gelegt hat, sobald wir zu Hause waren. Dann kam wieder die Faulheit. Und es ist alleine recht schwierig, man muss sich schon richtig zwingen. Das änderte sich, als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen kann, am Österreichischen Frauenlauf teilzunehmen. Im ersten Moment war ich zwar skeptisch, aber eigentlich wollte ich dort schon immer einmal mit den Massen von Frauen mitlaufen. Allerdings stehe ich dann auch im Blickpunkt, muss Interviews geben, Kameras sind auf mich gerichtet. Da wäre es mir ziemlich peinlich gewesen, zwischendurch Gehpausen einlegen zu müssen. Andererseits war es für mich aber auch eine starke Motivation.

Der Job, den ich mache, ist in gewisser Weise ein Leistungssport. Ich stehe anderthalb Stunden lang auf der Bühne, springe herum und singe dabei. Diese Energie muss ich auch irgendwie beim Laufen umsetzen können. Es sind zwar andere Bewegungsabläufe, aber der Gedanke war trotzdem eine große Motivationshilfe für mich.

Ich habe dann meine Freundin Anna gefragt, ob sie mitläuft, weil ich nicht ganz allein laufen wollte. Sie war sofort dabei. Damit habe ich gewusst: Wir sind beide Laufanfängerinnen, wir sind zu zweit, boxen uns da gegenseitig durch und motivieren uns gegenseitig. Das hat super funktioniert und wir sind beide sehr stolz auf uns.

Sie haben gesagt, dass Sie, weil Sie auf der Bühne sozusagen körperliche Höchstleistungen erbringen, auch etwas von der Fitness zum Laufen mitnehmen konnten. Merken Sie umgekehrt, dass es, seit Sie laufen, auch auf der Bühne besser „läuft“?

Ja. Beim Laufen ist mein Hauptziel, meine Kondition zu verbessern. Und natürlich ist es geht dann auch auf der Bühne vieles einfacher. Ich habe es zum Beispiel bei einem meiner letzten Konzerte gemerkt. Während der Aufnahmen zu meinem Album habe ich viel Zeit im Studio verbracht. Dort stehe oder sitze ich nur beim Singen und bin nicht ständig in Bewegung wie auf der Bühne. Ich glaube, dass ich ohne das Lauftraining bei diesem Konzert größtenteils nur herumgestanden hätte. Man tut sich schon leichter, wenn man mehr Kondition hat.

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