Interview

Ein Lauf mit Wolfram M. Kons

TV-Moderator Wolfram M. Kons vom Sender RTL lässt sich auch bei Regen die Freude am Laufen nicht nehmen.

Trainingstagebuch
Strecke: Erftrunde
Ort: Neuss
Wetter: regnerisch, 6 Grad
Distanz: 10 Kilometer
Zeit: 53 Minuten
Tempo: 5:20 Min./km

Sie moderieren seit 20 Jahren bei RTL das Frühstücksfernsehen. Sind Sie ein geborener Frühaufsteher?
Weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich es nicht mehr anders kenne. Ich stehe jeden Morgen um drei Uhr auf. Drei Uhr! Das ist inzwischen Gewohnheitssache. Und ich bin damit einer der wenigen jungen Väter, die nicht von ihrem Kind geweckt werden, sondern im unguten Fall das Kind wecken.

Dann trinken Sie erst mal Kaffee?
Nein. Ich mache erst mal 30 Minuten so etwas wie Frühgymnastik – mein eigenes Übungsprogramm: ­eine gute Mischung aus Stretching, klassischen Kraftübungen und Yoga.

Bekannt geworden sind Sie aber vor allem als Marathon-Mann.
Sie spielen wohl auf den Spendenmarathon meines Haussenders an, nicht auf meine Laufkarriere. Ich bin zwar schon einige Marathons gelaufen (Köln, New York, Mallorca), aber noch mehr Power lege ich in den RTL-Spendenmarathon, den ich seit 1996 moderiere.

Das ist die längste Charity-Sendung im deutschen Fernsehen.
Es ist eine 24-Stunden-Sendung, mit der wir in den zurückliegenden 18 Jahren knapp 120 Millionen Euro gesammelt haben, die wir eins zu eins in Kinderhilfsprojekte in Deutschland investiert haben.

Dafür standen Sie zuletzt auch beim Berlin-Marathon am Start.
Aber nicht als Einzelstarter, sondern mit einer Prominenten-Staffel. Das ist für mich aber auch deshalb eine wunderbare Sache, da ich das Laufen als Sport an sich liebe.

Sie laufen viel und schon lange – oft auch mit Joey Kelly, wird gemunkelt.
Ich ­laufe, wenn es die Zeit zulässt, ­drei- bis viermal pro Woche – es kann aber auch nur einmal sein. Mit Joey war ich letzte Woche genau auf dieser Strecke. Er sagt immer: Ich bin kein so guter Sportler, aber ich bin Ire, ich kann mich quälen.

Sind Sie beim Laufen Purist oder Technikfreak?
Eindeutig Purist. Ich laufe nie mit Kopfhörern, GPS-System oder Herz­frequenzmesser. Technik habe ich im TV-Studio genug. Beim ­Laufen kann ich mich ganz auf den Atem, den Körper, mein Herz einlassen und habe oft gute Gespräche mit Freunden. Ich verabrede mich viel lieber zum Brainstormen beim Laufen als beim Lun­chen. Da kommen allen bes­sere Ideen.

Sie haben beim Sport wie auch im Beruf einen langen Atem. Ist das ­Ihre heraus­ragende Eigenschaft?
Nein, das ist wohl meine Glücks­begabtheit und Begeisterungsfähig­keit. Habe ich von meinem Vater ­geerbt – und gebe ich jetzt an meinen kleinen Sohn weiter. Hoffentlich auch bald beim Laufen. Er ist 18 Monate, es geht also bald los.

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