Fit sein macht Spaß

Ein Lauf mit Uta Pippig

Uta Pippig betont in unserer Serie "Ein Lauf mit", dass sie sich immer frei und glücklich beim Laufen gefühlt hat.

Uta Pippig

Uta Pippig 1986 in Leipzig auf dem Weg zur DDR-Meisterin im Marathonlauf.

Bild: Gahlbeck, Friedrich / Wikimedia Commons

Trainingstagebuch:
Strecke: Berlin
Wetter: sonnig, 20 Grad
Distanz: 8 km
Zeit: 40 min
Tempo: 5:00 min/km

Kompliment, Sie sehen noch immer genauso blendend aus, wie zu Ihren aktivsten Zeiten?
Oh, danke, es macht einfach Spaß fit zu sein und gesund zu leben: Ich jogge, wandere, bin mit dem Rennrad unterwegs. Ich bin eben in der Natur sportlich aktiv, so oft es die Zeit erlaubt.

Was macht eine ehemalige Marathon-Siegerin? Läuft Sie ein Leben lang alten Zeiten hinterher?
Ich bin leidenschaftliche Freizeitsportlerin und halte mich gern fit, auch um mit meinen Freunden oder Klienten mithalten zu können. Einen 4-Minuten-Schnitt pro Kilometer bei einem Stundenlauf kriege ich noch hin; und wenn’s dann richtig gut läuft, erinnere ich mich auch mal an schnelle Laufzeiten.

Sie waren immer die lächelnde, Küsschen werfende Uta, war das nie anstrengend?
Nein, das kam ganz automatisch, es war einfach da. Ich war und bin so frei und glücklich beim Laufen. Stellen Sie sich vor, Sie würden die Menschen, die Ihnen auf Ihrem Lebensweg geholfen haben, die an Sie glaubten oder die Ihnen bei den Wettkämpfen die Daumen drückten, ganz fest umarmen wollen. Es war beides, ein liebevolles Dankeschön und Aufmunterung zum Mitmachen zugleich.

Was war das schönste Lauferlebnis Ihrer Karriere?
Der bewegende Berlin-Marathon 1990 durch das Brandenburger Tor gemeinsam mit den vielen Lauffreunden aus Ost und West, und der Sieg des Boston-Marathons 1996 bei seiner 100. Auflage.

Wer waren die Läuferinnen und Läufer, die Sie am meisten beeindruckten?

Der Amerikaner Bill Rodgers, der viermalige Sieger des Boston- und des New York City-Marathons. Ich treffe „Boston Billy“ manchmal bei Laufveranstaltungen und bewundere seine mitreißende und zugleich zurückhaltende Art, den Laufsport zu vermitteln und auch seine große Freude und Begeisterung zum Laufsport: Er hat immer eine neue lustige Anekdote zu erzählen.

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