Der Tagesthemen-Moderator

Ein Lauf mit Tom Buhrow

Der Erste Moderator der „Tagesthemen“ läuft auch Marathon. Frank Hofmann lief mit Tom Buhrow.

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Bild: Udo Grimberg / wikipedia

Trainingstagebuch
Datum: 11. September
Strecke: Hamburger Elbufer („Strandperle“ – Teufelsbrück und zurück)
Wetter: sonnig, 15 Grad
Distanz: 7 Kilometer
Zeit: 45 Minuten
Tempo: 6:28 min/km
Herzfrequenz (ø/max): 128/137

Wie haben Sie das Laufen entdeckt?

Ich war schon immer laufstark, wenn auch kein Jogger. In der Schule habe ich beim Sprint immer besonders gut abgeschnitten. Mit etwa 25 Jahren habe ich dann festgestellt, dass die natürliche Fitness langsam aufgebraucht war und ich jetzt etwas tun musste, um nicht dicker zu werden. Zuerst lief ich nur zweimal pro Woche mit einem Freund, der täglich trai­nierte. Etwa nach einem halben Jahr merkte ich dann aber, dass ich auch allein Spaß am Laufen habe. Seitdem jogge ich drei- bis viermal pro Woche, meistens 45 Minuten lang.

Wann haben Sie den Plan gefasst, in jeder Stadt, in der Sie irgendwann einmal gelebt haben, einen Marathon zu laufen?

Angefangen hat es 2000 in Köln. Dann kamen 2001 Paris, 2002 Washington und 2003 Chicago – dort war ich nicht Korrespondent, dort habe ich als Schüler gewohnt. Jetzt steht nur noch Hamburg aus – das ist aber für April 2008 fest eingeplant.

Was ist Ihre Bestzeit?
Ich bin nie auf Zeit gelaufen. Paris war mein schnellster Marathon:
4:29 Stunden. Und mein schönster – ich hatte nur gute Gefühle von Start bis Ziel. Von der Stimmung her war allerdings Chicago der beste.

Wie werden Sie sich auf den Hamburg-Marathon vorbereiten?
Ich habe mir mal ein besonders preis­wertes Laufbuch gekauft – und da­nach richte ich mich. Ich komme mit drei bis vier Läufen pro Woche aus, steigere aber schrittweise die Dauer. Ein- bis zweimal laufe ich dann auch schon mal drei Stunden.

Haben Sie eine bevorzugte Tages­zeit fürs Laufen?
Ja, den Morgen. Das ist einerseits berufsbedingt, andererseits mein Biorhythmus. Ich frühstücke morgens nicht, trinke nicht mal einen Kaffee.

Ich merke, dass Sie sehr auf Ihren Puls achten.
Ja, ich will immer zwischen 113 und 133 sein. Das ist der beste Bereich, um meine Ausdauer zu steigern und am meisten Fett zu verbrennen, ohne außer Atem zu kommen.

Ein toller Wert für Ihr Alter! Sind diese Wohlfühlläufe vielleicht auch ein Grund für Ihre ansteckend fröhliche Ausstrahlung?
Hundertprozentig! So langweilig ich das Joggen anfangs auch fand, so
hat es mir doch über die Jahrzehnte durch alle möglichen Spannungen und Verstimmungen geholfen. Laufen gibt mir eine positive Grundstimmung.

Müssen Sie sich nie dazu zwingen?
Doch, durchaus. Aber ich höre auch auf meinen Körper: Wenn alles in mir sagt, mache heute etwas anderes, dann lasse ich es auch sein. Da bin ich ganz entspannt.

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