Laufen mit dem Schauspieler

Ein Lauf mit Tim Koller

"Mehr laufen und weniger rauchen", lautet Tim Kollers Motto. Und siehe da, die Rechnung geht voll auf.

Tim Koller

Etwa zwei Mal die Woche läuft Tim Koller knapp 10 km. Angefangen hat er damit, um gesünder zu leben.

Bild: Marcus Vogel

Trainingstagebuch
Strecke: Außenalster
Ort: Hamburg
Wetter: sonnig, 16 Grad
Distanz: 5 Kilometer
Zeit: 33:48 Minuten
Tempo: 6:45 Min./km

Herr Koller, Sie wirken etwas abgehetzt.
Ich stand gerade eben noch auf der Bühne für mein Stück „Capt’n ­Diego“ * und bin dann schnell nach Hause gefahren, um in die Lauf­sachen zu steigen.

Laufen Sie immer mittags?
Nein, eigentlich gar nicht. Normalerweise laufe ich morgens, direkt nach dem Aufstehen. Das gibt mir Kraft für den Tag. Da ich oft bis spätabends noch auf der Bühne stehe, bleibt mir auch gar keine ­andere Möglichkeit.

Wie sieht Ihr übliches Sport­programm aus?
Ich laufe zweimal in der Woche von zu Hause zur Alster und dann bis zum „Hotel Atlantic“. Dazwischen absolviere ich Übungen an der Kraftstation: Sit-ups, Liegestütze, Übungen für den Ober­körper. Ich komme meistens auf unge­fähr neun Kilometer und bin etwa eine Stunde unterwegs.

Eine ganze Alsterrunde ­schaffen Sie von zu Hause nicht?
Doch, doch! Zweimal bin ich ­bereits von zu Hause ganz um die Alster gelaufen. Die Umstände meiner ersten Alster-Umrundung waren sehr amüsant. Ich war wie immer auf meiner üblichen Runde unterwegs, aber eine Sache war ­anders als sonst: Am Streckenrand standen Zuschauer und jubelten, viele Läufer trugen Startnummern. Ich realisierte, dass hier ein Laufwettbewerb stattgefunden haben musste. Im Sog der anderen Läufer ließ ich mich dann einmal komplett um die Alster treiben. Das war ein tolles Gefühl.

Sie sind also ein Wettkampf-Typ?
Ich laufe als Ausgleich und um den Kopf freizukriegen. Ein Marathon zum Beispiel reizt mich gar nicht. Dazu muss man wissen, dass ich mit dem Laufen nicht wegen sportlicher Höchstleistungen begonnen habe, sondern um mir das Rauchen abzugewöhnen. ,Mehr laufen und weniger rauchen‘, lautet mein Motto. Und was soll ich sagen? Die Rechnung geht voll auf!

Als Österreicher sind Sie ­bestimmt ein guter Skifahrer?
Das ist das Problem mit den Schauspielverträgen. Ich würde gern öfter in der Heimat auf den Skiern stehen, allerdings ist das Verletzungsrisiko zu groß, was einen Ausfall meines Engagements bedeuten würde.

Vermissen Sie Ihre Heimat?
Ich vermisse die Berge, fühle mich aber in Hamburg sehr wohl. Und wenn mich dann doch mal das Heimweh packt, höre ich während des Laufens Radio Ö3.

Wann können wir Sie das nächste Mal im Fernsehen erleben?
Da ist aktuell nichts geplant. Ich bin aber offen für alles.


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