Interview

Ein Lauf mit Thorsten Schröder

"Tagesschau"-Sprecher Thorsten Schröder ist Ironman und Marathonläufer, aber vor allem eines: durch und durch ein Genusssportler.

Trainingstagebuch
Strecke: Alsterrunde
Ort: Hamburg-Fuhlsbüttel
Wetter: sonnig, 7 Grad
Distanz: 10,8 Kilometer
Zeit: 70 Minuten
Tempo: 6:28 min./km

Zwischen Umzug, Notar-Termin und die Moderation von „NDR aktuell“ in wenigen Stunden quetschen Sie noch einen 70-Minuten-Lauf. Stresst Sie das nicht zusätzlich?
Nein! Das Laufen ist wunderbar zum Durchpusten und Durch­atmen. Ein echter Stresskiller. Ich liebe die Bewegung in der freien Natur und an der frischen Luft. Das macht mich fit für den Job.

Sport haben Sie schon immer getrieben – meistens im Sommer und beim Radfahren durch ferne Länder.
Und 2005 bin ich den Hamburg-Marathon gelaufen. Ich war froh, als ich den hinter mir hatte, denn das strenge, regelmäßige Training nach Plan hat mir damals nicht ­allzu viel Spaß gemacht.

Jetzt sind Sie Triathlet und trainieren doch wieder nach Plan – als Ironman sogar teilweise bis zu 20 Stunden in der Woche.
Beim Triathlon genieße ich die Abwechslung. Früher hasste ich das Schwimmen, mittlerweile genieße ich jede Minute im Wasser. Radfahren mochte ich schon immer, und das Laufen hilft mir beim Abschalten und Krafttanken.

Wie vereinbaren Sie das viele ­Training mit Ihrem Schichtdienst beim „Nachtmagazin“?
Der Schichtdienst ist gar nicht so übel: Ich kann dann oft tagsüber trainieren, wenn andere ihrem ­Beruf nachgehen, im leeren Schwimm­bad oder auf den freien Alster­wegen – und bei Tageslicht!

Jeder Ironman träumt irgendwann einmal von den Weltmeisterschaften auf Hawaii. Sie auch?
Ich bin bei meinen Hawaii-Ambi­tionen realistisch geworden. In meiner Altersklasse müsste ich wohl mindestens 9:45 Stunden schaffen, um mich zu qualifizieren. Dafür müsste ich meine bisherige Bestzeit von 11:01:31 Stunden um mehr als eine Stunde unterbieten. Das traue ich mir durchaus zu, aber nicht ­innerhalb eines Jahres.

In Ihrem Buch „Nachrichten vom Ironman“ beschreiben Sie tagebuchartig Ihren Weg zum Ironmandebüt. Darin kommt viel Schweiß vor, aber wenig Tränen – wollten Sie denn nie alles hinwerfen?
Nein, denn das Training durch meinen damaligen Trainer „Steppke“ war perfekt auf mich abgestimmt. Früher dachte ich immer, das ­Training war erfolgreich, wenn ich völlig außer Atem zu Hause ankam. Heute weiß ich: Zwei langsame Runden können genauso effektiv sein – und dabei viel erholsamer.

Was erfüllt Sie mit mehr Stolz: Ihr Buch oder die Ironman-Urkunde?
Mit ganz knappem Vorsprung: die Finisher-Urkunde. Beides hat vollen Einsatz von mir verlangt, aber beim Ironman war ich skeptischer, ob ich es wirklich schaffe.

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