Regelmäßige Laufeinheiten

Ein Lauf mit Schauspielerin Christine Neubauer

"Der Sport ist die zweite Säule meines Lebens, die Wohlfühlsäule", stellt Christine Neubauer fest. Die Schauspielerin läuft dreimal in der Woche.

Trainingstagebuch
Strecke: Küstentrail, Mallorca
Wetter: sonnig, 22 Grad
Distanz: 8 Kilometer
Zeit: 48 Minuten
Tempo: 6:00 min./km

Sie sehen großartig aus, haben in den letzten Monaten aber stark abgenommen. Stört es Sie eigentlich, dass Sie ständig auf Ihr Gewicht und Ihre Figur angesprochen werden?
Wenn man sich in seiner Haut so wohlfühlt, wie ich es tue, dann stört es nicht, wenn man ständig auf sein Gewicht angesprochen wird. Aber wenn man als Schauspielerin über Jahre darauf reduziert wird, beeinflusst es einen schon erheblich.

2003 haben Sie ein Buch mit dem ­Titel „Das Vollweib-Training“ geschrieben. Haben sich Ihre Trainingsprinzipien seitdem geändert?
Nein, an den Prinzipien hat sich nichts geändert, aber ich habe sie über die Jahre weiterentwickelt. Im letzten Jahr habe ich zum Beispiel mein täg­liches Programm mit ­meinem Personal Trainer Klaus Kerndl ­zusätzlich um ein regelmäßiges Boxtraining erweitert.

Wenn Sie Boxen mit Laufen ver­gleichen, was fällt Ihnen dann ein?
Das eine unterstützt das andere.

Und was macht Ihnen mehr Spaß?
Das kann ich so nicht sagen. Beides hat für mich einen großen Spaßfaktor. Für welchen Sport ich mich letztlich entscheide, richtet sich übrigens auch nach meiner Stimmung.

Wie oft laufen Sie?
Dreimal in der Woche.

Hat das Laufen für Sie auch eine emotionale Komponente?
Natürlich ist das Laufen vor allem auch ein Teil meines Fitnessprogramms, aber entscheidender ist hier tatsächlich das Emotionale. Ich nutze zum Beispiel beim Laufen die Gelegenheit, ungestört den vergangenen Tag Revue passieren zu lassen und mich auf den neuen vorzubereiten.

Haben Sie schon einmal an einem Laufwettkampf teilgenommen?
Nein. Für mich steht Laufen auch für das Glück, mal Zeit für mich zu haben.

Messen Sie Ihren Puls beim Laufen?
Früher bin ich mit einem Pulsmesser gelaufen, aber heute vertraue ich voll und ganz auf mein Gefühl.

Sie sind kürzlich 50 geworden. Macht diese Zahl Ihnen Angst oder ist es ein Geburtstag wie jeder andere?
Ich bin mit mir und meinem Körper zufrieden. Ich fühle mich wohl, so wie ich bin. Und weil das so ist, gibt es keinen Grund zur Angst.

Sie sind Patin von „Sports for ­Education“. Was hat Sport mit ­Bildung zu tun?
Eine ganze Menge, denn nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein ­gesunder Geist. Ich persönlich lerne zum Beispiel alle meine Texte während des Laufens oder auf dem Crosstrainer. Die erhöhte Sauerstoffaufnahme sorgt außerdem für eine ­bessere Informations­aufnahme des Gehirns.

Würden Sie sagen, dass neben der Schauspielerei der Sport eine zweite wichtige Säule in Ihrem Leben ist oder doch nur Mittel zum Zweck?
Der Sport ist die zweite Säule meines Lebens, die Wohlfühlsäule!

Das Interview führte Sonja von Opel

Ein Lauf mit ...:

Ein Lauf mit Schauspieler Yared D...