Interview mit dem SRF-Fernsehmoderator

Ein Lauf mit Sandro Brotz

Der SRF-Fernsehmoderator Sandro Brotz wandelte sich von einem übergewichtigem Kettenraucher zu einem Marathonläufer.

Sandro Brotz

Sandro Brotz möchte noch mal den New York Marathon laufen.

Bild: Basil Stücheli

Trainingstagebuch
Strecke: Leutschenbach, Glattbrugg, Glattpark
Ort: Zürich
Wetter: bewölkt, 6 Grad
Distanz: 8 Kilometer
Zeit: 40 Minuten
Tempo: 5:00 Min./km

In der Schweiz ist Ihr Wandel vom übergewichtigen Kettenraucher zum Marathonläufer wohlbekannt. Ist Ihnen das Image des sportlichen Mode­rators wichtig?

Nicht das Image ist entscheidend, sondern wie ich mich fühle. Letztendlich war die Entwicklung zum ­„gesunden Sandro“ überlebenswichtig, so pathetisch es klingt. Es freut mich auch, wenn sich andere motiviert fühlen und mit Sport beginnen, weil sie meine Geschichte inspiriert. Ich muss aber gestehen, dass ich als Exraucher auch schon Rückfälle hatte. Am nächsten Tag ärgerte ich mich sehr darüber und trainierte härter als ohnehin schon.

Erfüllen Sie das Vorurteil des disziplinierten, willensstarken, aber auch eigenbrötlerischen Marathonläufers?

Als ich mit dem Laufen begonnen habe, schoss ich mit meinem Trainingseifer über das Ziel hinaus. Heute hat sich das eingependelt. Laufen ist manchmal ein Kampf mit und gegen sich selbst, dennoch bewegen wir Läufer uns in einer Gemeinschaft: Wir tauschen uns bei Wettkämpfen aus und geben uns im Training Tipps. Ich erlebe die Läufer dabei nicht als Eigenbrötler, im Gegenteil: Mein Bekanntenkreis hat sich enorm erweitert, seit ich mich in der Laufszene ­bewege. Das finde ich sehr schön.

Da Sie schon die „Commu­nity“ ansprechen: Sie nutzen Lauf-Apps wie Strava. Worin ­sehen Sie den Vorteil?

Damit ist ein spielerischer Wettkampf verbunden. In erster Linie schätze ich aber den Austausch mit Trainingskollegen und lasse mich von ihren Einheiten inspirieren.

Trainieren Sie denn nach Plan?

Es ist kein strikter Plan, aber ich laufe fünf- bis sechsmal pro Woche und baue jeweils ein Tempotraining sowie einen langen Lauf ein. Zudem mache ich kurz vor der ­wöchentlichen „Rundschau“-Livesendung einen Dauerlauf, um zur Ruhe zu kommen und den Ablauf mental nochmals durchzugehen. Das Redaktionsteam ist aber immer froh, wenn ich rasch und heil zurückkomme, seit ich letztens im Dunkeln gestürzt bin (lacht). Wenn es auf Wettkämpfe zugeht, wird die Trainingsplanung spezifischer.

Sie nehmen also an Wettkämpfen teil, um eine bestimmte Zeit zu erreichen?

Ja, ich nehme mir schon Ziele vor: Marathon möchte ich noch unter 3:30 Stunden laufen. Aber auch die spezielle Atmosphäre beim New-York-Marathon will ich noch mal erleben. Dort spielt die Zeit dann eine untergeordnete Rolle.

Kommt Ihnen läuferisch beim Schweizer Fernsehen noch jemand hinterher?

In meinem Team laufen einige, aber bei den Moderatoren fällt mir nur Jonas Projer von der „Arena“ ein. Den hänge ich aber ab (lacht).

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