Sportfreund im Interview

Ein Lauf mit Peter Brugger

Peter Brugger, Sänger und Gitarrist (36) der Band Sportfreunde Stiller, im laufenden Interview.

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Peter Brugger fing damals wegen eines Mädchens an zu laufen und blieb dabei.

Bild: Gorification / wikipedia

Trainingstagebuch
Strecke: Außenalster, Hamburg
Wetter: bewölkt, 15 Grad
Distanz: 5 Kilometer
Zeit: 34:15 Minuten
Tempo: 6:51 Minuten/Kilometer
Herzfrequenz (ø/max): 126/139

Sind die Sportfreunde Stiller wirklich sportlich?
Das gilt zumindest für zwei Drittel der Band. Und ich zähle mich dazu.

Welchen Sport machen Sie?
Ich spiele öfter mit Freunden Fußball, absolviere regelmäßig mein zwanzigminütiges Yogaprogramm, und wenn sich die Gelegenheit bietet, versuche ich mich im Wellenreiten. Und seit der Schulzeit laufe ich mehr oder weniger regelmäßig.

Warum sind Sie damals gelaufen?
In der Oberstufe wollte ich damit die Heike Manzke für mich begeistern – hat aber leider nicht geklappt.

Sie liefen aber trotzdem weiter …
Ich liebe am Laufen vor allem das Abdriften. Meine Gedanken fliegen dabei so richtig schön davon. Es gab schon Situationen, da bin ich stinksauer losgelaufen und hab’s einfach rausgeschwitzt. Danach ist mein Kopf wie frei geblasen, und mir geht’s wesentlich besser! Außerdem schult Laufen das Körpergefühl.

Werden Sie auch kreativ dabei?
Ja, das kommt vor. Wenn ich in einer Liederschreibphase bin, dann rattern mir beim Laufen die Ideen durch den Kopf – auf diese Weise ist schon die eine oder andere Textzeile entstanden.

Wie oft laufen Sie?
Ich bin eher der Typ Phasensportler. Es gibt Wochen, da mache ich kaum Sport, und dann bekomme ich wieder so eine Attacke und laufe jeden zweiten Tag etwa eine Stunde. Am coolsten finde ich es, durch den Wald zu laufen – egal bei welchem Wetter. Wenn ich mir danach zur Belohnung ein Weißbier aufmache, fühle ich mich noch besser.

Laufen Sie auch, wenn Sie touren?
Ich habe meine Laufschuhe immer dabei und nutze die freien Tage zwischen den Auftritten zum Laufen. Wenn ich das regelmäßig mache, geht mir irgendwie alles leichter von der Hand, und ich kann auf der Bühne noch mehr Gas geben.

Was halten Ihre Bandkollegen davon?
Bei einem Festival waren wir zwi­schendurch laufen. Da haben uns alle ange­schaut, als wären wir Idioten. Andere Bands schaffen ja gerade noch den Weg von der Bühne ins Bierzelt. Wir feiern auch gern, aber
ich möchte nicht nur in einem Bereich extrem sein, sondern mache gern von allem etwas.

Haben Sie schon einmal an einer Laufveranstaltung teilgenommen?
Zusammen mit meinem Bruder war ich mal beim Münchner Stadtlauf angemeldet. Wir standen schon in Laufklamotten an der Haltestelle, um zum Start zu fahren. Irgendwie kam aber keine S-Bahn – dann sind wir wieder heimgegangen. Bei einem Marathon möchte ich auch irgendwann mal starten. Aber da fehlt mir momentan die Zeit, um mich vernünftig vorzubereiten.

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