Stärke durch Laufen

Ein Lauf mit Miriam Pielhau

Im Interview spricht die Moderatorin Miriam Pielhau über ihre Lauf-Erfahrungen während der Chemotherapie und ihren ersten Marathon.

Trainingstagebuch:
Strecke: Berlin
Wetter: 24 Grad, sonnig
Distanz: 16 Kilometer
Zeit: 1:53 Stunden
Tempo: 7:05 min/km

RUNNER'S WORLD: Sie sehen aus, als wären Sie schon immer gelaufen.
Miriam Pielhau: Fast. Aber eine geborene Läuferin bin ich trotzdem nicht. Vor 15 Jahren meinte eine Freundin zu mir, ich sei ein echter Ausdauertyp. Sie wettete mit mir, dass ich es innerhalb von vier Wochen schaffen würde, 30 Minuten am Stück zu laufen. Es hat funktioniert.

RUNNER'S WORLD: Gab es seitdem gar keine Phasen, in denen Sie nicht gelaufen sind?
Miriam Pielhau: Doch. Als zu meinen Radiosendungen auch noch die Fernsehmoderationen ­hinzukamen, wurde die Zeit knapp. Der
Tag begann morgens um 4 Uhr im Hörfunkstudio und endete um 20 Uhr im Fernsehstudio. Ich fand nicht mehr die Zeit für den Sport. Aber ich spürte, dass mir etwas fehlte. Es war aber nicht die Angst, buchstäblich außer Form zu geraten, sondern mir fehlte die seelische Ausgeglichenheit.

RUNNER'S WORLD: Also geht es Ihnen beim Laufen nur um die Entspannung?
Miriam Pielhau: Nein. Ich esse nämlich keine „Mädchen-Portionen“ und möchte mit dem Laufen auch meine Figur halten. Aber warum soll man das Angenehme nicht mit dem Nützlichen verbinden? Jegliche sportliche Bewegung macht mir Spaß, entspannt mich – und wenn dann auch noch Kalorien dabei verbrannt werden, umso besser!

RUNNER'S WORLD: Laufen Sie in beruflichen Stress­phasen anders als in Urlaubszeiten?
Miriam Pielhau: Ich bin schon mit Moderationskarten auf die Laufrunde gegangen, um mich auf Sendungen vorzubereiten. Aber selbst solche Läufe, in denen mir die bevorstehende Sendung permanent durch den Kopf geht, empfinde ich als Auszeit.

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