Die Sängerin im Interview

Ein Lauf mit Leslie Clio

Die Berliner Sängerin hatte beim Laufen schon viele kreative Einfälle. Ideen sitzen bei ihr in den Muskeln.

Trainingstagebuch
Strecke: Jenischpark
Ort: Hamburg
Wetter: wolkig, 11 Grad
Distanz: 5 Kilometer
Zeit: 35 Minuten
Tempo: 7:00 Min./km

Ihre Laufschuhe sind so sauber. Sind Sie länger nicht gelaufen?

Ich habe sie in der Tat einige Wochen nicht angehabt. Ich bin so ein Phasenmensch: Wenn ich einmal an bin, bin ich an. Manchmal bin ich eben aber auch aus, und dann bin ich auch ganz aus. Ich schaff’s dann aber auch, innerhalb von drei Wochen wieder total fit zu sein.

Und wie oft laufen Sie dann so, wenn Sie „an“ sind?

Wenn ich mal über längere Zeit zu Hause in Berlin bin, dann treffen wir uns mit der Trainerin und unse­rer Mädels-Sportgruppe, übrigens alles Berliner Musikerinnen, bis zu dreimal pro Woche. Das macht total Spaß, da pushen wir uns ordentlich gegenseitig, und ich kann mich mittlerweile auch schon richtig festbeißen, wenn ich will. Wenn wir auf Tour sind, laufe ich immer allein, das finde ich auch ­total klasse: Der Tourbus hält irgendwo an, ich steige aus und laufe einfach drauflos – ohne jegliche Ahnung, wo ich eigentlich bin. Ich finde es total spannend, die fremde Umgebung laufend zu erkunden.

Wo haben Sie denn die schönsten Laufstrecken entdeckt?

Als ich 2013 für meine erste Platte in den USA unterwegs war, habe ich vor allem in Nashville und Los Angeles viele tolle Laufwege entdeckt. Das war immer super, mit Sport den Tag zu beginnen und wach zu werden. Außerdem hatte ich mich für den 10-Kilometer-Frauenlauf in Berlin angemeldet, der kurze Zeit später stattfand. Das war noch ein Grund mehr, warum ich in Amerika viel gelaufen bin.

Und wie war dann das Erlebnis, an einem Laufwettbewerb teilzunehmen?

Super! Ich gucke ja sonst nie so auf die Uhr beim Laufen, ich möchte einfach im Moment sein und laufe nur des Laufens halber. Bei meiner ersten Teilnahme an einem solchen Lauf-Event war ich schon ziemlich angestachelt und versuchte, noch eine Schippe draufzulegen.

Was gefällt Ihnen noch am ­Laufen, außer dass Sie sich ­damit fit halten?

Ich mag insbesondere das Gefühl des Wohlbefindens, des Einsseins mit dem Körper und die zufriedene Erschöpfung. Freshness für Körper und Geist! Ich hatte auch schon viele kreative Einfälle beim Laufen, denn die Ideen sitzen bei mir alle in den Muskeln!

Welche Sportart reizt Sie noch?

Radfahren fand ich früher schon toll. Ich bin als Kind immer ziellos durch die Gegend gestrampelt und habe dabei vor mich hin gesungen. Ich liebe einfach die Abwechslung, deshalb mache ich neben dem Laufen auch noch Kardio- und Fitnesstraining. Reizen würde mich auch mal die Teilnahme an einem Triathlon oder erst mal einem Halbmarathon. Ich will auch endlich mal dieses Runner’s High erleben!

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