Eine Runde um die Alster

Ein Lauf mit Ina Menzer

Tina Manhenke lief mit der amtierenden Boxweltmeisterin im Federgewicht (WIBF, WBC, WBO) um die Alster in Hamburg.

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Bild: James Pinsky / wikipedia

Trainingstagebuch
Strecke: Hamburg, Außenalster
Wetter: Sonne-Wolken-Mix, 22 Grad
Distanz: 7,5 Kilometer
Zeit: 42 Minuten
Tempo: 5:36 Minuten/Kilometer
Herzfrequenz (ø): 145

Laufen Sie gern? Bitte eine ehrliche Antwort!
Das hängt von meiner Laune ab. Ich laufe beispielsweise sehr gern bei ­Regen. Und am liebsten morgens, um mich fit für den Tag zu machen.

Wie sieht bei Ihnen eine typische Trainingswoche aus?
Die Trainingswoche umfasst insgesamt sechs Tage und geht von Montag bis Samstag. An vier Tagen davon trainiere ich zweimal täglich jeweils anderthalb bis zwei Stunden. Und an den anderen beiden Tagen steht je eine Einheit auf dem Programm.

Welche Ausgleichssportarten betreiben Sie?
Zum Ausgleich gehe ich schwimmen, spiele Basketball und manchmal auch Fußball, je nach Laune und abhängig davon, welche Leute mitmachen.

Könnten Sie auf Ihr Lauftraining verzichten?
Laufen gehört zum Training dazu. Es ist nicht nur gut für die Beinarbeit, es ist eigentlich für alles gut – für das ganze Training. Laufen ist Pflicht, das kann man nicht einfach wegstreichen.

Können Sie sich noch an die längste Strecke erinnern, die Sie je gelaufen sind?
An die längste nicht, aber an die härteste. Das waren drei Kilometer, und da ging es richtig zur Sache. Es ging um Schnelligkeit, und man musste durchspurten können. Das war hart. Ich dachte, ich spucke Blut.

Beinhaltet Ihr Lauftraining also hauptsächlich Tempoläufe?
Nicht hauptsächlich, aber Sprints gehören dazu. Wir haben bestimmte Pulsvorgaben. Der Fitnessstand jedes Sportlers wird zu Beginn der Vorberei­tung geprüft, und auf Grundlage dieser Werte wird ein individuelles Konditionsprogramm zusammengestellt.

Integrieren Sie in Ihr Lauftraining auch Elemente aus dem Boxsport?
Laufen gehört eigentlich eher zum Konditionstraining. Was in die Läufe eingebaut wird, das sind Sprints. Es gibt Trainingseinheiten, bei denen ­beispielsweise 100-Meter-Sprints gelaufen werden müssen.

Könnten Sie sich auch vorstellen, mal an einer größeren Laufveranstaltung teilzunehmen?
Wenn da so viele Leute sind? Keine Ahnung! (lacht) Ich glaube, es
würde mein Ego ganz schön verletzen, wenn ich als Letzte ankäme.

Was machen Sie nach Feierabend, wenn Sie mal nicht trainieren?
Ich gehe gern spazieren und lese viel.

Im Mai haben Sie Ihren Titel durch einen K.-o.-Sieg erfolgreich vertei­digt. Haben Sie noch Ziele für 2008?
Dieses Jahr werde ich noch einen Kampf bestreiten: am 22. November in der Stadthalle Rostock.

Wie fühlen Sie sich jetzt?
Erschöpft.

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