Popstar

Ein Lauf mit Christina Stürmer

Dirk Stelzner traf die österreichische Popsängerin Christina Stürmer in Wien.

Ein Lauf mit Christina Stürmer

Zwischen Konzerten und Studioaufnahmen hält sich Christina Stürmer laufend fit.

Bild: Nike

Trainingstagebuch
Strecke: Wien, Prater
Wetter: sonnig, 22 Grad
Distanz: 5 Kilometer
Zeit: 38 Minuten
Tempo: 7:36 Minuten/Kilometer

Ist Musik beim Laufen für Sie ein Muss?
Wenn ich alleine laufe, dann nur mit Musik. Sie motiviert mich. Wenn wir dagegen in einer Gruppe laufen, motivieren uns gegenseitig. Wenn ich alleine laufe, tue ich mich immer ein bisschen schwerer. Aber die Musik hilft mir dann. Ich versuche immer im Takt zu laufen. Einerseits kann das gut sein, andererseits aber auch schlecht, wenn ich zu schnell werde und der Puls in die Höhe schnellt. Dann muss ich wieder einen Gang zurückschalten.

Gibt es bestimmte Songs, die sich besonders gut zum Laufen eignen?
Ja. Ich habe einiges ausprobiert. Ich habe zuerst immer Lieder von Skunk Anansie gehört, die ich toll finde. Dann glaubte ich eine Weile, Selig macht die ultimative Laufmusik. Aber die war mir dann doch zu schnell. Momentan höre ich am liebsten „Der letzte Tag“ von Peter Fox. Mir gefällt auch sein gesamtes Album „Stadtaffe“. Ich finde es super, weil so gute Laune macht, und kann die Musik von Peter Fox nur wärmstens weiterempfehlen.

Kommt einem beim Laufen auch mal eine Idee für einen neuen Song?
Vielleicht. Mir ist bis jetzt beim Laufen noch keine gekommen. Wenn ich laufe, bin ich sehr auf mich selbst fokussiert. Ich versuche dann bewusst, nicht an meine Musik zu denken. Entweder konzentriere ich mich auf das eine oder auf das andere.

Meinen Sie, Laufen ist auch ein Thema, das man musikalisch verarbeiten könnte?
Wieso nicht? Auf alle Fälle.

Welches sind Ihre liebsten Laufstrecken?
Zum einen bei uns draußen auf dem Land, wo ich wohne, im Bezirk Korneuburg. Allerdings war ich letzter Zeit kaum zu Hause. Ich bin sehr viel in Bochum gelaufen, wo ich mit meiner Band mein neues Album aufgenommen habe. Und dort eigentlich immer im Stadtpark. Mir gefällt, dass die Wege dort sehr verwinkelt sind. Lange Geraden zu laufen finde ich nämlich sehr anstrengend, weil man das Gefühl hat, nicht vom Fleck zu kommen. Außerdem sieht man im Bochumer Stadtpark in der Frühe immer sehr viele Hasen. Besonders niedlich sind die Babyhasen. Es gibt immer viel zu sehen. Deshalb kann ich den Park als Laufrevier sehr empfehlen.

In Wien bin ich ein paar Mal mit meiner Freundin Anna Müller von Herbstrock im Prater gelaufen. Dort ist es angenehm zu laufen, weil die Strecke immer flach bleibt. Bei mir zu Hause auf dem Land geht es ständig auf und ab. Für eine Anfängerin ist es dann schwierig abzuschätzen, ob man nicht gerade zu viel von sich selbst will, wenn es mal wieder bergauf geht. Das ist schon ziemlich anstrengend.

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