Interview mit der Schauspielerin

Ein Lauf mit Andrea Lüdke

Die Schauspielerin Andrea Lüdke, bekannt aus der TV-Serie "Großstadt-Revier", ist schon bei -28° Celsius in Kanada einen Halbmarathon gelaufen.

Andrea Lüdke

Andrea Lüdke hat schon vor über 20 Jahren mit dem Laufen angefangen.

Bild: Jörg Modrow

Trainingstagebuch
Strecke: Alstertal/Kupferteich
Ort: Hamburg
Wetter: bewölkt, 4 Grad
Distanz: 7,2 Kilometer
Zeit: 45 Minuten
Tempo: 6:15 min./km

Man kennt Sie ja vor allem als Fernsehschauspielerin, etwa als Streifenpolizistin Tanja ­König aus der Serie „Großstadtrevier“. Ihre Wurzeln liegen aber im Theater, oder?

Ja, angefangen habe ich auf der Bühne, zuerst am Berliner Maxim-Gorki-Theater, dann drei Jahre am Hamburger Schauspielhaus. Ich wollte aber immer das ganze Spektrum des Berufes erkunden. Nach vier Jahren „Großstadtrevier“ ging es direkt wieder mit Shakespeare auf die Bühne. Ich liebe diesen sportlichen Wechsel und wollte nie als Serien-Tante enden. Im ­Moment tanze ich mit drei Stücken auf verschiedenen Hochzeiten. Ich probe mit Mathieu Carrière die Adelheid im „Götz von Berlichingen“ für die Burgfestspiele in Jagsthausen, wo ich im Sommer auch als Magalie in „Ziemlich beste Freunde“ gastieren werde. Zwischendurch spiele ich in München an der Komö­die im Bayerischen Hof die Elternsprecherin Jessika Höfel in „Frau Müller muss weg“ und toure mit der Konzert­direktion Landgraf durch Deutschland und die Schweiz.

Die Laufschuhe sind immer dabei. Seit wann laufen Sie?

Seit über 20 Jahren. Angefangen hat es ganz klassisch mit dem Weg am Sonntag zum Bäcker. Ich brauche immer ein Ziel, eine Beloh­nung. Jetzt ist das die Ruhe in der romantischen Schönheit des Alstertals.

Haben Sie schon mal an einem Wettkampf teilgenommen?

Ja, am Ende der Welt in Kanada! Ich habe an der Fulda Challenge, einem „arktischen Zehnkampf“, teilgenommen. Zusammen mit Andreas Hoppe und Hannes Jäni­cke bin ich unter anderem bei minus 28 Grad einen Halbmarathon gelaufen. Ich hatte ziemlich große Angst, dass die Wölfe mich holen.Wir hatten nachts zuvor welche gesehen. Die Atemluft ist an meinen Wimpern so extrem kondensiert, dass sich Eisklumpen bildeten und ich ein Auge nicht mehr aufbekam. Wir sahen alle sehr lustig aus.

Warum laufen Sie ohne Pulsuhr?

Ich finde, wir sind im Alltag schon so mit digitaler Technik überfrachtet, dass es mal schön ist, auf Equipment zu verzichten, gerade beim Laufen, wo man einen so engen Kontakt zur Natur haben kann. Ich höre auf meinen Körper, atme bewusst und finde so ganz natürlich meinen Wohlfühl-Laufmodus.

Haben Sie sportliche Ziele, zum Beispiel weitere Wettkämpfe?

Ein Schlittenhunderennen wäre ein Traum, aber so was ist schwer zu planen. Man muss ja genug Zeit fürs Training haben, sonst ist das zu gefährlich. Deshalb habe ich mich neben Yoga bewusst fürs Laufen entschieden. Das kann man überall machen, es ist unkompliziert, effek­tiv und macht glücklich.


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