Dieter Baumann

Durch Wiederholungen in Top-Form

Wiederholungen führen zu Verbesserungen nicht nur beim Lauftraining. Dieter Baumann macht diese Erfahrung auch beim Klettern.

Dieter Baumann

Dieter Baumann beim Training für den Klettergarten.

Bild: privat

Lauf der Woche
Samstag, 02. Oktober 2010
Schloss Lichtenstein
Klettergarten – Hochseilübung


Training – regelmäßige Wiederholungen – führen auf jeden Fall zu Verbesserungen. Dies sagt unser Trainingsexperte Martin Grüning beinahe in jeder Ausgabe von RUNNERS WORLD. Nach 30 Jahren Laufen muss ich feststellen: der Mann hat Recht.

Vergangenen Samstag hatte meine Läufergruppe in Tübingen Trainingsstart. Leichtes Fahrtspiel stand auf dem Programm. Die Betonung lag auf „leichtes“ und deshalb war für mich die Chance groß, einfach mitzumachen. Als Coach betreue ich nur ein paar Läuferinnen und Läufer – die Elite also – und vorwiegend Mittelstreckler. Das ist gut für mich, denn erstens habe ich mich durch Landschafts-, Stadt- und Bergläufe (Wiederholung im Training!! - liebe Läuferinnen und Läufer) in den vergangenen Wochen in Form gebracht und zweitens habe ich bei einem Fahrtspiel mit Belastungszeiten von mehr als fünf Minuten bei Mittelstrecklern immer eine Chance. Alles was länger als drei Minuten Belastungszeit ist, wirkt bei den Lakatatkönigen wie ein Marathon. Und ganz nach dem Trainingsprinzip Wiederholung fühlte ich mich sauwohl – ja fast schon euphorisch.

Doch nach einer Stunde Fahrtspiel waren wir alle irgendwie müde. Ich möchte an dieser Stelle noch gar nicht darüber nachdenken, wie lange ich beim 100-Kilometer-Rennen von Biel unterwegs bin. Mehr als eine Stunde? Den Gedanken daran hatte ich aber schnell wieder weggewischt, denn schließlich ist die „Konzentration auf das Wesentliche“, in aller Bescheidenheit, eine ganz große Stärke von mir. Darin bin ich geradezu Meister.

Apropos Meister: nach dem Fahrtspiel fuhren wir zum Schloss Lichtenstein auf der schwäbischen Alb. Dort gibt es einen Hochseilklettergarten. Unterschiedliche Routen (eins bis neun) – mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, können dort im Wald erklettert werden. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich überhaupt nicht höhentauglich bin und deshalb begann meine Kletterkarriere vor vielen Jahren bei Stufe eins. Diese Route ist überschaubar, erstreckt sich meist auf einer Höhe von einem Meter.

Doch über die letzten Jahre habe ich mich gesteigert. Ich sage nur: Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung – das alte Trainingsprinzip eben. Am vergangenen Samstag kletterte ich also nach vielen Übungsstunden und Jahren die Stufe zwei! Das sind drei Meter über Boden! An einer Stelle musste ich über ein Steil balancieren, und gleichzeitig einen Karabiner von insgesamt zwei vom Sicherungsteil eins zum Sicherungsseil zwei „umklicken“. Ich war also für wenige Sekunden nur noch an einem Sicherungskarabiner mit einer Traglast von ca. 3 Tonnen gesichert – auf drei Meter Höhe!! Was soll ich sagen? Ich habe es geschafft. Bald werde ich die Route drei in Angriff nehmen. So in zehn Jahren ungefähr.

Dieter Baumann: Lauf der Woche:

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