Playlist

Die Musiktipps von Jan Simon Hamann

Jan Simon Hamann, 26, war der Shootingstar des Jahres 2012: Deutscher Meister bei seinem Marathondebüt! Hier ist seine Lieblingsmusik.

Playlist Jan Simon Hamann

Jan Simon Hamann ist ein großer Musikfan, wobei er beim Laufen allerdings nie Musik hört.

Bild: Norbert Wilhelmi

01 Neutral Milk Hotel: Naomi
Der geniale Singer/Songwriter Jeff Mangum hat mit seiner Band Neutral Milk Hotel leider nur zwei Alben veröffentlich, bevor er sich aus der Öffentlichkeit zurückzog. Das zweite Album „In The Aeroplane Over The Sea“ (1998), eine poetische Liebeserklärung an Anne Frank, gilt als eine der besten Musikveröffentlichungen der 90er Jahre. Mein absoluter Lieblingssong stammt jedoch vom ersten Album „On Avery Island“ (1996) und heißt „Naomi“.

02 The New Pornographers: End of Medicine
The New Pornographers sind so etwas wie meine Lieblingsband. Herrlich poppig mit sehr klugen, lyrischen Texten.

03 Sunset Rubdown: Idiot Heart
Sunset Rubdown ist so etwas wie meine andere Lieblingsband. Sie ist ein Projekt von Spencer Krug, der ein wahrer Dichter ist. Seine Texte sind so verrätselt wie wunderschön: „I hope that you die / in a decent pair of shoes / you got a lot more walking to do.“ Wie habe ich das zu verstehen, verehrter Dichter, frage ich da als Läufer. Darf ich auch rennen?

04 Wolf Parade: What Did My Lover Say?
Wolf Parade ist eine weitere Band des oben erwähnten Spencer Krug. Ein bisschen rockiger als Sunset Rubdown, aber deshalb nicht weniger gut.

05 Interpol: Leif Erikson
Interpol beweist, dass in der Ruhe die Kraft liegt. Die Songs beziehen ihre Intensität aus der eindringlichen Stimme von Sänger Paul Banks und den stillen Explosionen der Gitarren.

06 Bloc Party: Staying Fat
Zu viele Pfunde sollte man als Läufer nicht auf den Rippen haben, aber Bloc Party hilft einem dabei, sie loszuwerden. Die Post-Punk-Band aus Großbritannien lädt zum Tanzen ein.

07 John Maus: Hey Moon
John Maus ist ein amerikanischer Künstler, der gerade in der Schweiz seinen Doktor in politischer Philosophie macht und nebenher wunderbare Musik produziert. „Hey Moon“ passt perfekt für melancholische Abende, an denen das Training vielleicht zu kurz gekommen ist.

08 Holy Fuck: Lovely Allen
Holy Fuck ist eine experimentelle Instrumentalband aus Kanada, deren Musik sich bestens eignet zum Schreiben einer Bachelor-Arbeit oder ähnliches. „Lovely Allen“ ist ihr mit Abstand schönstes Stück.

09 Girl Talk: Every Day
Girl Talk könnte man als die konsequente Vollendung postmoderner Popkultur bezeichnen. Seine künstlerische Leistung besteht darin, dass er Versatzstücke existierender Lieder zu neuen Songs arrangiert. Mash-Up nennt sich das im Fachjargon. Bis heute hat Girl Talk, der mit bürgerlichem Namen Gregg Michael Gillis heißt, drei Alben veröffentlicht und alle drei sind äußerst hörenswert und absolut Workout-tauglich. In „Every Day“ trifft u.a Jay-Z auf John Lennon.

10 Juelz Santana: The Second Coming
Meine Vorwettkampfmusik, um mich in die richtige Stimmung zu bringen. „Hard work pays off / you get what you put in“ – danach kann ich es kaum erwarten, mich an die Startlinie zu stellen und für die harte Trainingsarbeit zu belohnen. Das Sample stammt übrigens aus Hector Berlioz’ „Symphonie Fantastique“ von 1830.

Laufen mit Musik – Der beste Rhyt:

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