Toms Top Ten

Die besten Lauf-Nationen

Nicht ganz politisch korrekt sind Toms Top Ten der Läufer-Nationen. Klarer Sieger im Ranking unseres Kolumnisten: Schweden.

Toms Top Ten: Lauf-Nationen

Der klare Gewinner der Nationenwertung: Schweden.

Bild: Tom

Vorsicht: Bei dieser Charakterisierung von Läufertypen nach Nationen rollen sich jeder Diversity-Managerin die Fußnägel auf.

10. Deutscher: Plant seinen ersten Lauf, nachdem er das Okay von Hausarzt, Kardiologe und Krankenkasse bekommen hat, wählt die Kleidung nach Auswertung aller Temperatur-, Feuchtigkeits- und Winddaten, legt Pulsmesser, Foot-Pod und GPS-Empfänger an, läuft los und wird nach hundert Metern von einer flüchtigen, mit Schweinepocken infizierten Laborratte gebissen. Das macht aber nichts, denn natürlich war er dagegen geimpft und versichert.

9. Holländer: Was Holländer zum Laufen tragen, würde man bei uns nicht mal im Rotlichtviertel zu verkaufen wagen. Und die ganze Chose noch in Leuchtmarker-Orange, bis hin zur Wuschelperücke mit Kompressionseffekt. Angeblich wurden schon Holländische Extremläufer gesichtet, die eine Wohnwagenattrappe voller Gels mit Gouda-Aroma hinter sich herzogen.

8. Franzose: Kippt Médoc in seine Trinkblase, kommt in gelöster Stimmung nach 15 Minuten bei seiner Geliebten an und verbringt dort die restlichen drei Stunden seiner Marathonvorbereitung.

7. US-Amerikaner: Braucht beim Intervalltraining immer zwei Minuten Pause, um die Nationalhymne vollständig zu singen.

6. Russe: Gegen gulaginspirierte Speznaz-Trainingspläne sind die Methoden von Peter „Abu“ Greif Turnschuhpetting: Ihre Anhänger stehen auf Intervalltraining mit Stiefeln und Rucksack auf einer einzigen Eisenbahnschiene in drei Meter Höhe, graben sich ihre eigenen Routen für den Long-Run durch Sibirische Birkenwälder mit dem Klappspaten und entspannen vorzugsweise zu den Klängen von „Wellness für die Seele: Die schönsten Melodien der Stalinorgel“.

5. Sizilianer: Macht in Personal Training für eine spezielle Form des anaeroben Aqua-Joggings in größeren Tiefen mit Betongewichten an den Füßen. Wechselt häufig die Kundschaft.

4. Grieche: Plant einen Lauf, scheitert und bittet um EU-Hilfe.

3. Chinese: Gnadenlos pusht die Tiger-Mom sich und ihren Sohn durch 20 Mal 400 Meter Intervalle. Beim Laufen üben sie Vokabeln aus vier Fremdsprachen, in den Pausen Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Clavier, hinterher entspannen sie beim Kickboxen. Schwimmtraining packen sie erst später drauf, wenn der Kleine in die Schule kommt.

2. Schweizer: Läuft vorzugsweise in Neutralschuhen, brennt geheime Schoggi-Mass-Index-Daten seiner deutschen Laufkumpels auf CD und ändert seinen Trainingsplan nur per Volksabstimmung.

1. Schwede: Auf Platz 1. Denn mit Funktionssocke „Saftig“, Stabilschuh „Pax“, Kompressionsshirt „Späggrulla“ und Lauftight „Linxträga“ ist er immer gut drauf.

Mehr von Tom alias Marvin Running zwischen zwei (realen oder virtuellen) Buchdeckeln.

Toms Top Ten:

Läufer und gute Vorsätze