Marvin Running

Besser laufen mit Musik

Welche Musik zu welchem Lauf? Marvin nimmt die Musik für Läufer unter die Lupe und gibt sein Urteil darüber ab.

Marvin Running Musik

Welches Musikrichtung darf es während des Laufens sein?

Bild: Tom

Mit Musik ist Laufen doch viel schöner. Das zeigen die folgenden Beispiele.

10. Gangsta-Rappa-Jogga erkennt man schon daran, dass ihre Kopfhörer Schuhgröße 48 haben. Ihr Laufstil strotzt vor cooler Gestik und ist stark davon geprägt, die Hose auf dem letzten Siebtel des Hinterns hängend zu halten.

9. Das Hirn ist trüb, der Blick ist rein / Helene muss im Hörgang sein.

8. Beim Laufen schlafen ist echt schwer / am ehesten geht’s mit Xavier.

7. Die Unterstellung, eine passende Untermalung zum Walken seien Walgesänge, ist böse und gemein.

6. Daktylus, Jambus, Anna pest: Und zwar im grazilen Trab zu Schuberts „Erlkönig“-Vertonung.

5. Gestreckte Handkanten, Terminator-Sonnenbrille, Schrittfrequenz wie eine Nähmaschine: Da läuft auf dem mp3-Spieler wohl die Toccata für Stalinorgel in Zeh-Moll.

4. An welche Komposition denkt der Trailläufer, den nachts ausgewilderte Raubtiere verfolgen? PETA und der Wolf.

3. Radfahrer haben zum Überholen Klingeln, Läufern bleibt nur Rufen oder ein kreativer Handy-Klingelsong. Grenzwertig, wenn vor Ihnen geballte Walkerinnen-Power die Forstwege akupunktiert, ist Wagners „Ritt der Walküren“.

2. Es gibt unzählige Studien zur Leistungssteigerung über ausgefallenste Mittel (Kreatin, Carnitin, Beine rasieren), aber nicht über die Musik von ACDC. Die würde sonst wohl als Doping eingestuft werden.

1. Ist Rhythmus, Harmonie und geht in die Beine: Wenn man mal darüber nachdenkt, ist Laufen fast ein bisschen wie Musik. Wahrscheinlich ertappt man sich deswegen so häufig beim stumpfen Wiederholen einer Liedzeile wie „Quietscheentchen, nur mit dir / plansche ich so gerne hier…!“

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