Toms Top Ten

Ausrüstung für Wind und Wetter

Moderne Bekleidungstechnologie macht es möglich: Heute kann der Läufer seinem Hobby bei jedem Wetter nachgehen. Toms Top Ten.

Lauf mit Regenponcho

Beim Lauf mit Regenponcho genießt der Läufer perfekten Regenschutz bei gleichzeitig optimaler Luftzirkulation.

Bild: Marvin Running

10. Die Würde des Menschen ist unantastbar? Das sagt nur, wer noch nie im Regenponcho laufen war. Denn den Vorteil des Regenschutzes bei verbesserter Luftzirkulation erkaufen Sie sich mit einem modischen Offenbarungseid, dem Spitznamen „Rübezahl“ und am Strand bei Windstärke 10 einem Freiflug über den Nationalpark Wattenmeer.

9. Windböen, Haltungsschäden und sozialer Selbstmord können Sie nicht schocken: Sie wollen mit Regenschirm laufen. Wenn Sie endlich merken, dass das nicht geht, stecken Sie bitte nicht den Griff hinten in Ihr Shirt: Irgendwann löst eine falsche Bewegung die Schließautomatik über Ihrem Kopf aus. Und bis Sie sich aus dieser verwickelten Misslage herausgefummelt haben, wird schon eine zweistellige Anzahl Youtube-Videos von Ihnen veröffentlicht sein.

8. Sie tragen in Ihrer Freizeit häufiger Leder, Lack, Latex? Daher erscheint es Ihnen folgerichtig, in so einem Outfit auch einmal läuferisch aktiv zu werden? Okay. Um damit nicht ganz so sehr aufzufallen, mieten Sie sich jemanden, der mit der Neunschwänzigen hinter Ihnen herläuft.

7. Sie geben Naturmaterialien den Vorzug. Wollpullis stehen bei Ihnen hoch im Kurs. Toll. Aber bitte sehen Sie ein, dass selbst Wolle nur begrenzt atmungsaktiv und geruchsneutral ist. Tragen Sie Ihr Strick-Kunstwerk nach dem Tempolauf in der Mittagspause bitte nicht weiter.

6. Im Friesennerz läuft nur, wer möglichst anschaulich gegen die Zubereitung von Hummern protestieren möchte.

5. Fettcreme schützt die Haut vor Kälte und Feuchtigkeit. Stimmt. Aber diese Methode hat auch Nachteile. Derart appetitlich mariniert sollten Sie beispielsweise keinen Dschungel-Ultralauf in Angriff nehmen.

4. Glücklich, wessen Brusthaar auch bei Minusgraden noch die optimale Balance zwischen Wetterschutz und Klimakomfort gewährleistet. Man kann obenrum auf aufwändige Funktionskleidung verzichten. Nichts für die Öffentlichkeit. Besonders für Frauen.

3. Softshell-Hoodies (auf Deutsch etwa: „Kuschelmuschel-Kapuzi“) funktionieren ganz gut, solange man sich darin bewegt. Diejenigen, die nach dem Lauf bei Minusgraden länger darin herumstehen, sind aus Frischhaltegründen gern gesehene Organspender.

2. In Kleidung mit sogenannten atmungsaktiven Membranen läuft nur, wer teure Marketingabteilungen sponsern möchte. Hoffentlich merken Sie nicht erst beim Laufen, dass atmungsaktiv Quatsch ist. Es geht auch vorher: Atmen Sie mal durch so eine Jacke hindurch. Sie werden nicht lange aktiv bleiben.

1. Bleibt noch das beste Funktionsshirt der Welt. Aus, nennen wir es mal so, „NudeTex“. Unübertroffen atmungsaktiv, anschmiegsam sinnlich und erstaunlich hart im Nehmen. Im Regen prickelt es besonders schön.

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