Eckart von Hirschhausen

Alleine in der Natur laufen

Dr. med. Eckart von Hirschhausen (Startnummer 7359) und Hajo Schumacher alias Achim Achilles (7358) vor dem Start zum 10-km-Lauf auf Mallorca

Dr. med. Eckart von Hirschhausen (Startnummer 7359) war vor dem Lauf nervös. Hajo Schumacher alias Achim Achilles (7358) war mit Anti-Walker-Shirt am Start.

Bild: Ralf Graner

Wie oft laufen Sie? Laufen Sie regelmäßig?

Ich nehme es mir vor. Ich bekomme es so ein- bis zweimal pro Woche hin. Aber dann ohne Trainingsplan, völlig unambitioniert. Inzwischen habe ich so einen Cross-Trainer Zuhause. Als Fernsehmoderator muss ich auch immer wieder DVD’s gucken. Da bemerke ich schon, dass ich diesen Bewegungsdrang in mir habe. Das heißt, ich kann unmöglich längere Zeit vor der Glotze sitzen, ohne etwas zu tun. Ich finde das ist totale Zeitverschwendung. Wenn ich dann DVD’s gucken muss, habe ich mir so ein kleines, mobiles DVD-Teil gekauft und das vorne auf den Cross-Trainer drauf getan. So kann ich, wenn ich schon Fernsehen gucken muss, mich dabei ein bisschen bewegen. Dann hat man nachher das Gefühl, auch wenn die Sendung Schrott war, es war für irgendwas gut. Also das kann ich jedem empfehlen. Wobei Laufen in der Natur natürlich eine viel tiefere Erfahrung ist.

Am liebsten laufe ich um Wasser herum, um Seen. Dann auch alleine. Ich glaube, grundsätzlich ist es viel einfacher mit anderen Leuten regelmäßig zu laufen. Wenn man so einen Lauftreff hat, ist das toll. Mein Leben ist ein bisschen zu ungeplant, als dass ich das regelmäßig könnte. Aber ich laufe auch gerne allein und auch dann spontan los. Wenn man um einen See herum läuft, kann man sich selbst schlecht bescheißen. Man will nicht umdrehen und man weiß, man muss bis zum Ende laufen. Wenn du im Fitnessstudio bist, dann stellst du einfach irgendwas ein. Zwischendrin denkst du dann: ach komm, jetzt habe ich keinen Bock mehr, jetzt lass ich’s. Dann hast du kein richtiges Ziel und keine Motivation. Deshalb ist meine liebste Laufstrecke um den Schlachtensee in Berlin herum, wo ich wohne.

Sie laufen den 10-km-Lauf – schon aufgeregt?
(Anm. der Redaktion: Das Interview wurde im Vorfeld des Mallorca-Marathons 2009 geführt.)

Ja, ich laufe diesen Lauf zum allerersten Mal. Ich habe mir eigentlich vorgenommen, mir selber in den Arsch zu treten und mich selber zu motivieren. Das ist nicht so richtig gelungen. Ich habe mir den Arm gebrochen und dann hatte ich Probleme mit der Achillessehne. Deswegen bin ich jetzt so untrainiert, wie ich es die letzten zwei Jahre nicht war. Aber ich denke 10 Kilometer halte ich ohne Herzinfarkt durch und wenn meine Anwesenheit dazu dient, dass andere Leute, die sich auch nicht wahnsinnig fit fühlen, dadurch motivieren lassen auch mal ein oder zwei oder fünf Kilometer zu laufen, dann habe ich mein Ziel erreicht.

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