Laufheld

700 Kilometer in zwölf Tagen

Aus Liebeskummer entschied sich Mario Fedoran, den Jakobsweg zu laufen. Neun Monate trainierte er dafür.

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Mario Fedoran legte in zwölf Tagen 700 Kilometer zurück. Der Jakobsweg lehrte ihn: Vieles ist möglich, wenn man nur daran glaubt. Das Foto zeigt ihn vor der wunderschönen Landschaft, die er durchlief.

Bild: privat

Mario Fedoran, 31, lief 700 Kilometer in zwölf Tagen - von Saint-Jean-Pied-de-Port (Frankreich) bis Santiago de Compostela (Spanien), immer den Jakobsweg entlang. Liebeskummer hatte ihn zum Läufer gemacht: „Die Frau, die ich liebte, hat Schluss mit mir gemacht. In den Momenten der Trauer wurde in mir der Wunsch wach, mein Leben radikal zu verändern“, sagt Mario.

Neun Monate hatte er nach dem Laufeinsteig trainiert - bis zu 135 Kilometer die Woche. Dann entschloss er sich, den Jakobsweg in einem Mix von Gehen und Laufen zu absolvieren. „Doch einen Haken hatte das Ganze. Ich hatte nicht die finanziellen Mittel.“ Also machte er sich auf die Suche nach Sponsoren. „Einige Firmen waren gleich bereit, mitzumachen.“

Er packte seinen Rucksack und fuhr los. In eineinhalb Tagen brachte er die Pyrenäen hinter sich. Bis zu 14 Stunden lief und ging er täglich. Als er am Ziel des Jakobswegs in Santiago de Compostela ankam, rannen ihm die Freudentränen. „Ich lernte, dass so viel möglich ist, wenn man fest daran glaubt.“ Mario plant schon seine nächsten Laufprojekte. Hierfür sucht er Sponsoren sowie Läufer zum Erfahrungsaustausch. Sie erreichen Mario per Mail unter: mfbravo@freenet.de