Spendenlauf

58 Kilometer Gebirge und viel Schmerzen für den guten Zweck

Ein 23-jähriger Österreicher lief für behinderte Menschen von Eisenerz nach St. Gallen und zurück.

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Seine Spenden-Laufstrecke führte Christoph Grabner 58 Kilometer durch schönste Natur.

Christoph Grabner, 23, aus Steiermark (Österreich) lief 58 Kilometer durch hochalpines Gelände, um körperlich und geistig behinderten Menschen zu helfen. Seine Lauftrecke führte von seinem Heimatort Eisenerz in der Steiermark bis nach St. Gallen und wieder retour. "Die Idee dieses Projektes war es, körperlich und geistig behinderten Menschen der Jugend am Werk-Werkstätte in Eisenerzfinanziell unter die Arme zu greifen", sagt der Laufheld.

Schmerz lass nach: Auf dem Rückweg nach der Halbzeit mit Pause in St. Gallen kamen die Schmerzen.

Schmerzen im ganzen Körper bei Kilometer 48

Pünktlich um 6 Uhr früh startete Christoph seine Spendentour am 13. Juni 2009 mit seinem Laufkollegen Günther Bachler. "Wir liefen die ersten 32,5 Kilometer mit einer Durchnittgeschwindigkeit von 8,5 km/h nach St. Gallen, wobei Günther Bachler bei Kilometer 18 an seine Lebensgefährtin Nina übergab, die mich nach und durch das immer leicht ansteigende Erb und noch weiter bis nach St. Gallen begleitete", berichtet Christoph.

Nach drei Stunden und einundfünfzig Minuten kamen sie in St. Gallen an. Dort gab es eine halbe Stunde Laufpause und dann ging es schon wieder im Laufschritt zurück nach Eisenerz.

Bei Kilometer 48 begannen die Schmerzen im rechten Sprunggelenk. Die Schmerzen zwangen ihn zur Pause. Bei den Dehnungsübungen machten sich Krämpfe im Ober- und Unterschenkel bemerkbar. "Nach einer 20-minütigen Pause begann nun auch mein Oberkörper zu zittern. Ich lief Gefahr durch die Pause auszukühlen, doch der eingepackte Lauffleece und eine Laufkappe als Schutz gegen die nun hochstehende Sonne ließen mich nicht aufgeben, und so lief ich die folgenden fünf Kilometer in zirka 37 Minuten weiter bis nach Hieflau."

Auf Höhe des Mandelbodens zwangen ihn dann wiederum Schmerzen im Innenband zu einer Pause. Die ersten Kreislaufbeschwerden machten sich zudem bemerkbar. Durch die Unterstützung und Versorgung von Günther Bachler, seiner Freundin Catherine und seines Vaters, die ihn mit einem vollbepackten Begleitfahrzeug und oranger Rundumleuchte auf dem Dach begleiteten, wurde er jedoch bestens versorgt.

Von Familie und Kollegen im Ziel empfangen

Unter Schmerzen lief er im Ziel seines Spendenlaufes in Eisenerz ein. "Dort warteten schon einige Kollegen, Freunde und Angehörige bei einer kleinen Zielfeier auf meine Ankunft - diese war nun nach sieben Stunden und fünf Minuten reiner Netto-Laufzeit vollbracht."

Christoph ertrug tapfer seine Schmerzen, denn sein Ziel bei diesem Lauf war der karikative Gedanke. Durch die finanzielle Unterstützung der Sponsoren und der Spenden von Privatpersonen kamen 800 Euro für die Werkstatt von „Jugend am Werk Steiermark“ in Eisenerz zusammen - für einen einzigen Lauftag eine schöne Summe.

Seine nächsten Laufherausforderungen hat er bereits geplant und möchte diese auch wieder mit karikativen Projekten verbinden.

Mehr Infos unter: www.christoph-grabner.at