Toms Top Ten

10 Kunstwerke für Läufer

Kunst inspiriert. Das gilt natürlich auch für das Laufen, wie die folgenden Beispiele aus Toms Top Ten zeigen.

Triumphbogen

Der Triumphbogen in Paris - ein beeindruckender Läufermagnet.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

10. Da Vincis Abendmahl: Was wurde nicht schon alles in dieses Bild hineininterpretiert! Frauen, Buchstaben – aber die eigentliche Sensation ist unterm Tisch: Barfußschuhe! Huaraches! Ja! Schon Jesus und seine Jünger machten als Tarahumara-Urväter die Trailregionen des Zweistromlandes unsicher. Was für ein cooler Haufen.

9. Venus von Milo: Seit über zweitausend Jahren ist ihr Statuenkörper ein Schönheitsideal. Und sie ist Läuferin! Schauen Sie mal, linkes Bein vor, rechter Arm vor, linke Schulter dynamisch zurück – und nun versetzen Sie sie noch dezent in seitliche Schräglage (bitte nur gedanklich): Sie sprintet so dynamisch auf Sie zu, da ist auch für das Hüfttuch kein Halten mehr.

8. Die Beständigkeit der Erinnerung: Mit seinen in der Landschaft zerlaufenden Uhren hat Salvador Dalí den Nerv der Trailrunning-Fraktion getroffen – Raum und Zeit verschmelzen zu Schönheit jenseits von Realität.

7. Ode an die Freude: Der armen Tochter aus Elysium, einem Ort, an dem es weder schneien noch regnen noch stürmen soll, können wir nur mitgeben: Geh‘ im November an der Nordsee laufen, da springt erst so richtig der Götterfunke über.

6. Stonehenge: Kraftfelder im Untergrund, astrologische Phänomene und jede Menge Druiden – das klingt nach Parteitag der Grünen. Trotzdem spüren manche Läufer eine gewisse Verbundenheit mit diesem Ort. Wohl weil sie die Idee eines Tempels an der frischen Luft inspiriert.

5. Architektur: Ist Ihnen aufgefallen, wie viele berühmte Gebäude in Laufveranstaltungen einbezogen werden? Brandenburger Tor, Triumphbogen, Kölner Dom, sogar die Pyramiden, die Chinesische Mauer und das Empire State Building. Nur Läufer stehlen passionierten Städtetouristen („Ist es nicht herrlich in…“) die Show mit: „Ganz nett, bin ich neulich bei Kilometer 38 durchgelaufen.“

4. L’Homme qui marche: Eines der teuersten Kunstwerke der Welt. Ein Walker! Und ganz offensichtlich hat ihn auch noch ein Waldbrand überrascht. Was will uns der Künstler damit sagen? Ganz klar: Als Läufer wäre das nicht passiert.

3. Griechische Sagen: Marathon, Achilles, Olymp, Spartaner, kein Wunder, dass Läufern sich mit dieser Welt identifizieren. Und dann wäre da ja noch die Inschrift des Orakels von Delphi: „Erkenne dich selbst“. Was hilft dabei schon mehr als die Teilnahme an einem Marathon?

2. Insignien der Sieger: Haben Sie schon mal einen Lorbeerkranz geflochten? Gar nicht so einfach, dieses Oregano-Origami. Beeindruckender als Medaillen und Pokale ist das, was durch den Akt der Bewegung selbst entsteht: Körperkunst.

1. That’s life: Lassen Sie los, stürzen Sie sich in Abenteuer à la „SPORT: Sei kein Frosch, Schweinehund“, und vertrauen Sie darauf, dass das Leben sich dabei von seiner schönsten Seite zeigt. Denn die Schönheit des Tages aus ihren 24 Stunden zu befreien, das ist unsere höchste Kunst.

Mehr von Tom alias Marvin Running zwischen zwei (realen oder virtuellen) Buchdeckeln.

Toms Top Ten:

Genial durch Laufen