Sabrina Mockenhaupt

"Ich will in London 2012 Marathon laufen"

Ursprünglich wollte Sabrina Mockenhaupt den London-Marathon im April laufen. Sie erzählt, warum es nicht klappte.

Sabrina Mockenhaupt im großen Interview

Sabrina Mockenhaupt

Bild: photorun.net

Frage: Der Berliner Halbmarathon wird Ihr Saisonhöhepunkt im Frühjahr. Warum laufen Sie keinen Marathon?
Sabrina Mockenhaupt: Ursprünglich wollte ich im April in London-Marathon laufen. Aber das hat nicht geklappt. Ich denke, ich muss mir erst international einen Namen im Marathon machen, damit auch die Veranstalter eines solchen Toplaufes ein nachhaltiges Interesse an einem Start von mir haben. Aber so wie sich das dann in den letzten Monaten entwickelt hat – mit Trainerwechsel und Trainingsumstellung inklusive Umfangsteigerung – bin ich inzwischen ganz froh, dass ich im Frühjahr keinen Marathon laufe. Ein solches Rennen wäre zu früh gekommen.

Welche Ziele haben Sie nach dem Halbmarathon und im Sommer?
Ende Mai will ich zunächst beim Europa-Cup ein gutes 10.000-m-Rennen laufen. Danach starte ich bei der Team-EM und dann sehen wir weiter. Generell will ich mich mehr auf den Marathon konzentrieren und ein gutes Herbstrennen über die 42,195 km vorbereiten. Das Ziel ist dabei, auf einer schnellen Strecke eine Zeit von 2:24 Stunden zu erreichen. Das wäre eine gute Hausmarke und ich hätte die Olympiaqualifikation frühzeitig abgehakt.

Frage: Das heißt, sie wollen bei Olympia nicht über 10.000 m starten?
Ja, ich will in London 2012 Marathon laufen. Das ist mein Fokus. Und ich arbeite auch mit Blick auf Olympia daran, meine Trainingsumfänge Schritt für Schritt auf bis zu 200 Wochenkilometer zu erhöhen.

Im vergangenen Dezember sind Sie 30 Jahre alt geworden – hat das Erreichen dieses Alters auch damit zu tun, dass Sie Dinge verändert haben?
Mit 30 Jahren zähle ich mich jetzt zu den älteren Athleten, die auch eine Vorbildfunktion haben. Ich habe jetzt nicht mehr ewig Zeit und deswegen mache ich mir mehr Gedanken darüber, wie ich diese am besten nutze. Ich möchte einmal am Ende eines Jahres sagen können, dass alles richtig gut gelaufen ist. Deswegen werde ich mich stärker auf eine Sache konzentrieren. Und das ist der Marathon.

Haben Sie eine Vorstellung, wie lange Sie noch laufen wollen?
Nein, zurzeit nicht – und es gibt auch keine Panik, dass mir die Zeit davonlaufen könnte. Aber mit 40 kann ich mir das leistungssportlich nicht mehr vorstellen, jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ich hoffe, dass ich gesund bleibe und weiter Spaß an meinem Sport habe.

Ist Berlin inzwischen Ihr Lieblings-Wettkampfort?
Ja, ich freue mich immer, wenn ich in Berlin starten kann. Ich kenne alles und weiß alles, wenn ich dorthin fahre, außerdem sind die Strecken schnell. Das sind wichtige Voraussetzungen, um eine Topleistung bringen zu können.

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