Chicago-Marathon 2015

Chicago-Marathon ohne Pacemaker

Das Spitzenfeld ist beim Chicago-Marathon 2015 nicht so stark besetzt wie in den Jahren zuvor. Deswegen haben die Veranstalter auf Pacemaker verzichtet.

Die Gewinner des Chicago-Marathons 2014: Eliud Kipchoge und Rita Jeptoo.

Die Gewinner des Chicago-Marathons 2014: Eliud Kipchoge und Rita Jeptoo.

Bild: Bank of America Chicago Marathon

Chicago-Marathon verzichtet ab 2015 auf Pacemaker

Über viele Jahre hinweg hat der Chicago-Marathon Athleten verpflichtet, denen man zutrauen konnte, in den Bereich des Weltrekordes zu laufen. Entsprechende Rekordversuche scheiterten aus unterschiedlichen Gründen zuletzt immer wieder. Nun überraschten die Veranstalter mit der Ankündigung, keine Tempomacher mehr einsetzen zu wollen. Innerhalb der Abbott World Marathon Majors überlässt Chicago damit Berlin quasi das Feld. Von den sechs Majors-Rennen stand neben Berlin vor allen das Rennen in Chicago für superschnelle Zeiten und Rekordversuche. Ein Blick auf die Elite-Startlisten des Chicago-Marathons könnte aber auch eine Erklärung dafür liefern, warum auf Tempomacher verzichtet wird. Das Athletenfeld ist in der absoluten Spitze nicht so stark wie in den letzten Jahren – und Zeiten im Bereich des Weltrekordes erscheinen wenig realistisch. Die Kenianer Sammy Kitwara (Bestzeit: 2:04:28 Stunden) und Dickson Chumba (2:04:32 Stunden) sind die schnellsten im Feld. Beide stellten ihre persönlichen Rekorde vor einem Jahr in Chicago auf, als sie die Plätze zwei und drei hinter Eliud Kipchoge belegten.

Halbmarathon-Weltrekordlerin Florence Kiplagat beim Chicago-Marathon 2015

Bei den Frauen will Florence Kiplagat endlich zeigen, dass sie ihr enormes Potenzial auch auf die Marathondistanz übertragen kann. Einmal – bei ihrem zweiten Marathon, den sie in Berlin 2011 gewann – lief die Kenianerin bisher unter 2:20 Stunden (2:19:44 Stunden). Zweimal hat sie in der Zwischenzeit den Halbmarathon-Weltrekord verbessert. Ihre Bestzeit von 65:09 Minuten lässt darauf schließen, dass sie im Marathon noch deutliches Steigerungspotenzial hat. In Chicago wird Florence Kiplagat unter anderen auf Mulu Seboka treffen. Die Äthiopierin steigerte sich im Januar auf der superflachen Strecke des Dubai-Marathons auf 2:21:56 Stunden.

Daten und Favoriten

Abbott World Marathon Majors (WMM)-Rennen
IAAF Gold Label Race
Meldezahl: ca. 48.000
Anmeldungen noch möglich: nein
Internet: www.chicagomarathon.com
Siegprämie: 100.000 Dollar in 2014
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 485.000 Dollar
Streckenrekorde:
2:03:45 – Dennis Kimetto (KEN)
2:17:18 – Paula Radcliffe (GBR)

Topathleten und Bestzeiten

Männer: Sammy Kitwara (KEN/2:04:28), Dickson Chumba (KEN/2:04:32), Tsegaye Kebede (ETH/2:04:38), Endeshaw Negesse (ETH/2:04:52), Tilahun Regassa (ETH/2:05:27), Abera Kuma (ETH/2:05:56), Wesley Korir (KEN/2:06:13), Sammy Ndungu (KEN/2:07:04), Lucas Rotich (KEN/2:07:17), Satoshi Yoshii (JPN/2:10:45).
Frauen: Florence Kiplagat (KEN/2:19:44), Mulu Seboka (ETH/2:21:56), Amane Gobena (ETH/2:23:30), Kayoko Fukushi (JPN/2:24:21),Diane Nukuri (BDI/2:27:50), Blake Russell (USA/2:29:10), Susan Patridge (GBR/2:30:46), Fionnuala Britton (IRL/2:31:46).