Beirut-Marathon nach Attentat auf Minister abgesagt

Nach der Ermordung des libanesischen Industrie-Ministers Pierre Gemayel wurde der für Sonntag geplante Beirut-Marathon abgesagt. Trotz der kriegerischen Auseinandersetzung mit Israel im Sommer hätte das Rennen stattfinden sollen. Die libanesische Regierung hatte die Veranstalter des Marathons unterstützt und angekündigt, jene Straßenpassagen rechtzeitig zu reparieren, die während der militärischen Auseinandersetzung zerstört worden waren.

Doch nach der Ermordung des Ministers am Dienstag wurde das Rennen am Sonntag umgehend abgesagt. „Wir verschieben den Lauf, es ist keine endgültige Absage“, erklärte Zeina Dacache gegenüber der britischen Nachrichtenagentur Press Association. Dacache fügte erklärend hinzu: „Gemayel war eine beliebte politische Führungsperson. Es wäre ein Fehler, wenn wir jetzt am Sonntag kurz nach dem Attentat unseren Marathon feiern würden.“