Fest installiertes Mess-System

Zeitmessung auf der Alster-Runde in Hamburg

Die Runde um die Außen-Alster ist Hamburgs belebteste Laufstrecke. Jetzt gibt es hier ein fest installiertes Zeitmess-System, eine tolle Anregung für andere Großstadt-Laufreviere.

Alsterrunning – Fest installiertes Zeitmesssystem an der Außenalster in Hamburg

An den Stationen sind Mess-Schleifen im Boden verlegt, die registrieren, wenn ein Läufer mit Chip darüber läuft, hier Betreiber Michael Brügmann.

Bild: Britta Heinemann

49:51 Minuten braucht die durchschnittliche Alsterläuferin für die 7,33 km lange Laufstrecke um die Außenalster, die Männer sind mit 40:09 Minuten deutlich schneller unterwegs (Stand 25.07.2012). Diese Daten stammen von alsterrunning.de, dem neuen, fest installierten Zeitmess-System an der Hamburger Außenalster. Gemessen werden die Zeiten natürlich nur von den Läufern, die sich seit dem Start des Systems vor drei Wochen einen Chip bestellt haben und mit dem kleinen Kärtchen am Schuh um die Alster laufen. Das sind bisher 230 Läufer, ein guter Start angesichts des Chip-Preises von 28 Euro. Alle Alsterrunning-User sind bisher knapp 500 Alsterrunden gelaufen, die meisten im Uhrzeigersinn (aktuell 56 %) und mehr am Wochenanfang (Mo bis Mi) als am Wochenende. Die schnellste Runde der letzten zwei Wochen lief dabei Christoph Prochnau mit 26:40 Minuten (Schnitt 3:38 min/km). In der Doppelrundenwertung führt M B, laut Profilbild HSV-Fan, mit 55:44 Minuten (Schnitt 3:48 min/km). Den Alster-"Halbmarathon" (drei Runden) ist bisher nur tz2012 gelaufen.

Der Initiator und Betreiber von alsterrunning.de, Michael Brügmann, hat auf der 7,33 km langen Alsterrunde sechs Mess-Stationen aufstellen lassen, immer im Abstand von einem oder 1,33 Kilometern. Im Boden verlegte Schleifen registrieren, wenn ein Läufer mit Chip vorbei läuft. Die Station übermittelt die Daten per Modem ins Internet zu alsterrunning.de, wo der User seine Zeiten einsehen kann. Beginnt und beendet man die Runde zwischen zwei Stationen, so kann die Zeit vor der ersten und nach der letzten Station zwar nicht gemessen werden, wird aber automatisch aus den restlichen Messwerten hochgerechnet.

Die Messstation an der Alsterterrasse ist eine von sechs Stationen rund um die Außenalster, die beliebteste Laufstrecke Hamburgs.

Bild: Britta Heinemann

alsterrunning.de bietet neben der Messung und automatischen Protokollierung der eigenen Alsterrunden-Zeiten und den Statistiken auch die Vorteile einer Social Community. Die Nutzung ist nach dem einmaligen Chip-Kauf kostenlos. Die eigenen Alsterrunden-Zeiten können mit Freunden verglichen werden oder auch direkt auf die Facebook-Pinnwand gepostet werden. Außerdem gibt es Top-Listen, die zum Beispiel die schnellsten Läufer des Tages zeigen. In Planung sind Top-Listen für die fleißigsten Läufer und Auswertungen, die zeigen, wie welche Altersklasse oder welcher Stadtteil unterwegs ist. Später sollen noch selbst zu organisierende Wettkämpfe folgen, genau wie die Möglichkeit, die eigenen Daten mit denen von Freuden in Diagrammen übereinander zu legen.

Hamburgs Sportsenator Michael Neumann war von der Idee Michael Brügmanns sofort begeistert und unterstützte ihn auch bei der Realisierung. Vom alsterrunning-System ist er sehr angetan: „Es freut mich, dass es für die Läuferinnen und Läufer an einer der schönsten Laufstrecken unserer Stadt nun ein so innovatives und unkompliziertes System zur Organisation des eigenen Trainings gibt. Dass die Initiative hierfür aus der Laufgemeinschaft selbst kommt, zeigt wieder einmal die immense Sportbegeisterung der Hamburgerinnen und Hamburger.“