Online-Shops im Test

Versand und Lieferung

Verspätet, falsch verpackt und Rücksendeprobleme: Es läuft längst nicht alles glatt.

Asics GT 2160

Der meistverkaufte Laufschuh in Deutschland (Foto: GTX-Version) muss eigentlich in jedem Online-Shop vorrätig sein - sollte man meinen. Das ist aber nicht so, wie unser Test zeigte.

Bild: Walter Fey

Versand
Alle Shops versenden per DHL, nur Sport-Scheck nimmt die Dienste von Hermes in Anspruch. Im Bestellzeitraum bot Engelhorn kostenlosen Versand an, Runners Point ist ab 35 Euro Bestellwert versandkostenfrei und Sp24 ver­zich­tet ab 50 Euro auf die Versandkosten, fordert jedoch 1,99 Euro Verpackungskosten. Brooksrunning, Lauf-Bar und Runmarkt bitten bei den Versandkosten zur Kasse. Zalando und 21run versenden kostenlos.

Von allen Shops erhielten unsere Tester eine Auftragsbestätigung, teilweise eine gesonderte Rechnung – auch von Brooks, doch die lag erst am nächsten Tag im Postfach, als die Kontonummer bereits mühsam aus den AGBs herausgesucht und die Summe schon überwiesen war. Zalando verlangte unermüdlich per Mail nach einer Bewertung des Shops. Schon einen Tag nach der Bestellung waren die E-Mail-Post­fächer voll mit Spam-Mails, darunter Werbung für Kasinos und Viagra. Lauf-Bar fragte per Mail, ob auch Größe 7,5 ausreichend sei, der bereits bestellte Damenschuh sei in Größe 8 nicht mehr lieferbar. (Da unsere Wunsch-Größe 9 nicht mehr verfügbar war, hatten wir bereits eine Nummer kleiner bestellt.)

Lieferung
„Schrei vor Glück!“ – Die Schuhe von Zalando schafften es als erste über die Türschwellen der Tester, alle anderen bis auf Brooks und Sport Schuster inner­halb der nächsten zwei Tage. Das Paket von Engelhorn kam mit einer viel zu großen Verpackung, die bei Lieferung völlig verbeult war, zudem hatte das Herren­modell Gebrauchsspuren. Alle anderen Pakete kamen unversehrt an. Für eine etwaige Rücksendung muss bei Brooks und 21run der Retourenschein selbst ausgedruckt werden.

21run erklärt: „Aus Umweltschutzgründen liegt der Lieferung kein vorbereiteter Retouren-Versandaufkleber bei.“ Bei Runners Point fehlte bei der zweiten Lieferung der Retourenschein, der laut Beschreibung auf das Paket geklebt werden soll.

Als nach einer Woche bei beiden Testpersonen trotz per Vorkasse getätigter Bezahlung von Brooks und Sport Schuster noch immer keine Ware eingetroffen war, wurde die Kunden-Hotline angerufen. Bei Brooks war der Verantwortliche nicht im Haus. Die bereits eingegangene Zahlung war offensichtlich an der Rechnungsab­teilung vorbeigegangen, der Versand der ­Schuhe wurde in beiden Fällen regelrecht verpennt. Bei der Ankunft des Brooks-Modells drei Tage später lag dem Herrenschuh dafür ein Paar Laufsocken bei.

Von Sport Schuster wurde in Bezug auf den Damenschuh am Telefon erklärt, der bestellte Schuh sei im Lager nicht mehr auffindbar und es sei längst eine Mail zur Info raus­gegangen. Es wurde jedoch zugesichert, der Schuh werde in 10 bis 14 Tagen geliefert. Vier Tage später kam per Mail die Info, der Schuh sei nicht mehr lieferbar. Man möge auf das Nachfolgemodell ausweichen.

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