Tester Jens Seemann

Tipps und Empfehlungen des Experten

Fazit: Das Kickbike ist nicht zu Unrecht der beliebteste Tretroller der Rennszene (außerhalb der Rennszene könnte vielleicht noch die günstigere Stahlversion bei den Verkaufszahlen vorne liegen), denn der Rahmen ist eine fabelhafte Basis. Allerdings nicht nur Topfahrer tauschen oftmals die mäßigen Serienkomponenten gegen bessere Teile aus dem Rennrad- und MTB-Bereich aus. Mit dem 2,8-kg-Rahmen kann mit Top-Komponenten ein rennfertiger Roller mit etwa 5,4 kg Gesamtgewicht erreicht werden. Schließlich braucht man keine Antriebsteile wie beim Fahrrad. Der Roller wiegt in Serienausstattung ohne Schutzbleche circa 7,5 kg. Eine zusätzliche Version mit besseren Komponenten, die vielleicht 100 oder 200 € mehr kostet, wäre wünschenswert und für die meisten Käufer sicher die günstigere Variante als viele Komponenten irgendwann auszutauschen.

Tretrollersport in Bildern

Auf YouTube finden sich allerlei interessante Videos zum Tretrollersport. Bilder und Videos der letzten Weltmeisterschaft sind unter www.jenne.vamosaver.de/WM2012 zu finden. Hier hat Alpo Kuusisto, der schon Paris-Brest-Paris 2003 in 84:36 Stunden fuhr, ein Comeback gefeiert und wurde auf Anhieb wieder Weltmeister in Kriterium und Marathon. Kuusisto hat dort ebenfalls das Alu-Kickbike gefahren. Bei der WM, die 2012 erstmals in Deutschland (St. Wendel) ausgetragen wurde, hat die Tretroller-Rennszene, die etwa ähnlich groß ist wie die Liegeradrennszene, auch Peter Groeneveld für seinen erst einige Wochen zuvor aufgestellten neuen 24-Stunden-Weltrekord (545 km) geehrt.

Da es nur selten vor Ort Tretrollergeschäfte gibt, werden die meisten sicher über das Internet verkauft. Händler mit umfangreichem Angebot sind unter anderem Flow-Berlin.de, Alb-Roller.de oder Tretroller.de. Statt langer Anreisen zum nächsten Tretroller-Laden, um einen zu testen, macht es Sinn, das Benzingeld zu sparen und sich einen Roller im Internet zu bestellen. Bei Nichtgefallen lassen sich, insbesondere Kickbikes, über das Tretrollerforum bei Runnersworld.de mit etwas Verlust recht leicht wieder verkaufen. So kann man dann auch ausgiebig zuhause testen, ob einem das Tretrollerfahren gefällt. Zwar ist das Alu-Kickbike ein guter Kauf, aber auch die günstige Stahlversion „G4“ oder Tretroller anderer Marken (Kostka, Mibo, BCS etc.) können eine Menge Spaß machen und sind zum Teil mit besseren Komponenten bestückt. Überhaupt ist Tretrollerfahren ein Sport, der nicht nur als Fitness- und Ausdauersport ganz hervorragend ist, sondern auch dem Abnehmen dienen kann. Es werden sehr viele Muskeln beansprucht und vor allem die Fahrfreude am „Kicken“ ist riesig.

Buchtipp: Jens Seemann hat als Mitautor mit dem Buch „Tretrollersport“ aus dem Verlag Tredition ein umfassendes Werk mit vielen Tipps, Fotos und Berichten herausgebracht. Es kostet gedruckt 24,90 € (220 Seiten) und als eBook 9,99 €.

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Renntretroller Kickbike Race Max 20 im Test