Pulsuhr vom Navi-Spezialisten

Test: GPS-Sportuhr TomTom Runner

Navigationshersteller TomTom hat mit der TomTom Runner seine erste GPS-Sportuhr herausgebracht. Im Test überzeugte vor allem die Satellitenortung.

TomTom Runner

Bevor die Aufzeichnung mit der TomTom Runner beginnt, lässt sich zwischen Laufband und der Outdoor-Aktivität wählen.

Bild: RW

Auf die Plätze, fertig und GPS, könnte das Motto der TomTom Runner lauten. Die Puls- und GPS-Sportuhr aus dem Hause des niederländischen Navispezialisten TomTom findet sehr zügig die Satelliten, sofern man die Uhr zuvor mit dem PC synchronisiert hat. Denn dann greift die TomTom Runner auf die TomTom-Technologie "QuickGPSfix" zurück, die es ermöglicht, den Standort der Satelliten sieben Tage lang zu speichern. Damit lässt sich beispielsweise auch in tiefen Häuserschluchten sehr schnell eine GPS-Verbindung herstellen.

Das Design der TomTom Runner hat unverkennbare Ähnlichkeit mit der Nike+ SportWatch GPS, für die TomTom schon immer das GPS lieferte. Anders als bei der Nike-Uhr führt bei der TomTom nur ein Knopf durchs Menü, der sich dafür in alle vier Richtungen drücken lässt. So funktioniert dann auch die Navigation durchs Menü: hoch, runter, links oder rechts. Hat man damit einige Schritte navigiert, muss man den gleichen Weg zurückgehen. Mit einem Knopfdruck zurück ins Hauptmenü springen kann man so nicht. Die Menüführung ist trotzdem intuitiv und selbsterklärend. Das liegt sicherlich auch daran, dass der Funktionsumfang aufs Wesentliche reduziert ist. Diese Minimalität schlägt sich auch im Gewicht der TomTom Runner nieder: Gerade einmal 55 Gramm bringt das Leichtgewicht auf die Waage.

Neben der Distanz- und Tempo-Erfassung durch das TomTom-GPS misst die TomTom Runner auch die Herzfrequenz. Das funktioniert über einen Gurt, um den die Uhr optional erweitert werden kann (50 Euro Aufpreis). Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten ergab der Test keine nennenswerte Abweichung bei der Aufzeichnung der Herzfrequenz.

Wer die Trainingseinheit nach dem Laufen auswerten will, synchronisiert die Uhr via TomTom-Software (TomTom MySports). Die Online-Trainingsauswertung von TomTom selbst ist nur sehr rudimentär gehalten, bietet aber die wesentlichen Funktionen, beispielsweise eine Kartenansicht sowie verschiedene Verlaufsdiagramme. Wem das zu wenig ist, der kann auch andere Plattformen, etwa RunKeeper oder MapMyFitness, nutzen, auf die mithilfe von TomTom MySports alle Trainingsdaten hochgeladen werden können. Als etwas umständlich erwies sich die Dockingstation. Bevor man die TomTom Runner auf die Dockingstation setzt, muss das Uhr-Innere erst vom Armband getrennt werden. Das ist umständlich und erfordert Fingerspitzengefühl.

Besonderheit bei der TomTom Runner: Auch indoor lassen sich die Trainingseinheiten aufzeichnen. Denn die Uhr ermöglicht es, dass Sensoren die zurückgelegte Strecke auf dem Laufband messen. Im Test ergaben sich zwar leichte Abweichungen zu den tatsächlichen Werten, aber ansonsten funktionierte diese Funktion problemlos.

Fazit: Für Läufer, die weniger Wert auf einen riesigen Funktionsumfang legen, eignet sich die leichte und schicke TomTom Runner perfekt. Satelliten werden - sofern man die Uhr zuvor mit dem PC synchronisiert hat - sehr schnell gefunden. Die Menüführung ist intuitiv und simpel gehalten - auf jedweden Schnickschnack haben die Entwickler von TomTom verzichtet. Wer zusätzlich 50 Euro für einen Brustgurt aufbringt, für den zeichnet die TomTom Runner auch die Herzfrequenz auf.

Website: www.tomtom.com
Preis: 169,00 Euro (ohne Brustgurt)

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