Lauf-Apps im Test

Runkeeper (gratis)

Runkeeper ist eine der bekanntesten Lauf-Apps. Die kostenlose Version deckt alle wichtigsten Funktionen ab und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, auch andere sportliche Aktivitäten zu tracken.

Runkeeper (gratis) - Im Praxis-Test
Runkeeper Screenshots

Lauf-Apps im Test: Runkeeper.

Bild: RW

Runkeeper: Einsteigerfreundliche App für Sportbegeisterte

Die kostenlose App Runkeeper bietet gute Möglichkeiten, Läufe zu tracken und im Nachhinein auszuwerten. Sie macht genaue Angaben zur zurückgelegten Distanz, Zeit, Pace und passierten Höhenmetern. Das Besondere an Runkeeper ist, dass sie sich nicht nur als Lauf-App sieht, sondern auch als Fitness-App zur umfangreichen Aufzeichnung und Analyse von Aktivitäten wie Radfahren, Wandern oder Skifahren (insgesamt deckt sie 13 Sportarten ab). Mit dem sogenannten „Goal Coach“ kann man sich unterschiedliche Ziele setzen, auf die man mithilfe der App hinarbeitet, wie z.B. Gewichtsreduktion, Training für einen bestimmten Lauf oder einfach nur das Ziel fitter zu werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Freunde hinzuzufügen, sich mit ihnen zu messen und gegenseitig zu motivieren. Auf Wunsch können Aktivitäten im Handumdrehen bei Facebook und Twitter geteilt werden.

Runkeeper-App im Praxis-Test: Solide und zuverlässig

Die Startseite der Runkeeper-App ist übersichtlich und stellt unterschiedliche Funktionen bereit. Vor Beginn der Aktivität kann man zunächst auswählen, welche Sportart man ausübt und kann dementsprechend auf Wunsch verschiedene Vorgaben einstellen, wie beispielsweise Tempo, Zeit und Distanz. Außerdem enthält die App einen integrierten Musikplayer, den man mit Spotify und der iTunes Musikbibliothek verbinden kann. Mit einem einfachen Klick auf „Langstreckenlauf starten“ lässt sich die Aufzeichnung starten. Während des Laufs sind die Angaben über Zeit, Distanz und aktuellem Tempo in großer Schrift deutlich sichtbar auf dem Display. In etwas kleinerer Schrift sieht man die durchschnittliche Geschwindigkeit (in min/km) sowie den Kalorienverbrauch. Mit einem Klick auf das Foto-Icon können während der Aktivität sogar Fotos gemacht werden. Durch seitliches Wischen nach rechts kann man seine aktuelle Position auf der Karte sehen und durch weiteres Wischen die verbleibenden Kilometer (falls im Voraus eine Distanz festgelegt wurde). Das Audio-Feedback macht alle fünf Minuten Angaben zu Zeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und Distanz. Nach Beendigung des Laufs werden alle Daten übersichtlich zusammengefasst. Eine Besonderheit der Runkeeper-App ist, dass sie bei der Auswertung sogar die Durchschnittsgeschwindigkeit von jedem Kilometer zusammenfasst, sowohl in Zahlen als auch Diagrammen. Darüber hinaus lassen sich Angaben machen, mit wem man die Aktivität gemeinsam absolviert hat, was zusätzlich zur Motivation beiträgt. Insgesamt ist die grafische Gestaltung der App in Bezug auf Farben und Design ansprechend. Jedoch enthält die Runkeeper-App so viele zahlreiche Funktionen, dass die intuitive Bedingung ein wenig darunter leidet und der Aufbau der App teilweise etwas unübersichtlich wirkt. Viele Funktionen, wie beispielsweise Angaben zu gelaufenen Höhenmetern, entdeckt man erst durch zufälliges seitliches Wischen oder langes Scrollen. Bei der Betrachtung des Runkeeper-Portals am Computer fällt Ähnliches auf. Auch hier bietet Runkeeper eine Vielzahl an Angaben und Funktionen, doch ist die Gestaltung relativ verwirrend und unübersichtlich.

Im Test bezüglich der Messgenauigkeit schneidet Runkeeper gut ab. Auf einer im Vorwege abgemessenen Strecke von fünf Kilometern kam es nur zu geringen Abweichungen (5.15 km, 4.91 km, 5.01 km, 4,97 km, 5.12 km). Das GPS Signal wird in der Regel schnell gefunden, sodass man sofort mit dem Lauf beginnen kann. Während der Aktivität verbrauchte die App vergleichsweise wenig Akku. Innerhalb einer Stunde GPS-Aufzeichnung über 12.7 km verbrauchte die App 16 % der Akkuleistung des Test-Smartphones (iPhone 5 mit iOS 8). Vergleichbare Apps verbrauchen unter gleichen Bedingungen teilweise bis zu 22%. Im Laufe des Tests kam es weder zu Abstürzen der App noch zu nicht gespeicherten Läufen.

Beim Vergleich von Runkeeper mit der kostenpflichtigen Premium-Version Runkeeper Pro waren keine wesentlichen Unterschiede festzustellen. Das Upgrade beinhaltet zwar zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise das „Live-Tracking“ (dabei können Daheimgebliebene den Lauf live verfolgen) sowie etwas ausführlichere Auswertungen, doch habe ich die Anwendungen als eher überflüssig empfunden. Zumal das Upgrade zur Pro-Version mit 9,99 € monatlich oder wahlweise 39,99 € jährlich verhältnismäßig teuer ist. Da es bei der kostenlosen Version weder Werbung noch aufdringliche Verweise auf die Pro-Version gibt, ist die Benutzung der kostenfreien Version angenehm und völlig ausreichend.

Fazit:

Runkeeper bietet eine Vielzahl an Funktionen und Zuverlässigkeit in der Benutzung. Runkeeper überzeugte im Test durch seine Messgenauigkeit und den relativ geringen Akkuverbrauch. Die kostenfreie Version deckt für Läufer alle wichtigen Funktionen ab. Insgesamt eignet sich die App wunderbar für Laufeinsteiger und fortgeschrittene Läufer, die sich gerne mit anderen Läufern online vernetzen. Das Design der App ist zwar ansprechend, jedoch nicht immer intuitiv, was die Bedienung teilweise erschwert.

Runkeeper im Detail:


Anzeige während des Trainings: Zeit, Distanz, aktuelles Tempo, Durchschnittsgeschwindigkeit sowie Kalorienverbrauch
Export/Import von Trainingseinheiten möglich: ja, GPX
Koppelbar mit Pulsmesser: ja
Koppelbar mit Sportuhr: ja, direkt koppelbar mit Apple Watch,...
Auto-Pause: ja
Audio-Feedback: ja, alle 5 Minuten
Musikplayer integriert: ja
Livetracking: nein (nur in Premium-Account)
Programmierung von Trainingseinheiten: ja
Trainingspläne: ja, kostenlos
Manueller Eintrag von Läufen: ja
Challenges mit anderen Usern: ja
Push-up-Benachrichtigungen: ja
Teilen in sozialen Netzwerken: Facebook, Twitter
Auswertung am PC: Distanz, Zeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Kalorienverbrauch, Gesamt-Kilometer (seit Installation der App)
Auswertung auf dem Smartphone: Anzahl der Läufe, Wochen- und Jahreskilometer, Gesamt-Kilometer seit Installation der App,
Details einer Trainingseinheit: Distanz, Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit, Kalorienverbrauch, Höhenmeter
Nutzung ohne Registrierung: nein, Registrierung mit E-Mail oder Facebook
Preis: kostenlos
In-App-Käufe: Premium-Account (monatlich): 9,99 €; Premium-Account (jährlich): 39,99 €
Website: www.runkeeper.com
Download: Apple Store Play Store
Getestete Version der App: Running v 6.2 (250) auf Apple iPhone 4 mit iOS 7.1.2
Messgenauigkeit im Test: Vergleichswerte während 5 Testläufen auf einer 5 km langen Teststrecke
 5.15 km, 4.91 km, 5.01 km, 4,97 km, 5.12 km

Lauf-Apps im Test:

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