Im Test

Pulsmesser - Bremse und Bleifuß

Pulsmesser sind der Drehzahlmesser für die körperliche Anstrengung. Wir haben 14 für Sie getestet.

Testsieger Pulsmesser

Die Testsieger in den drei Kategorien. Die Beurer PM 25 für Anfänger, die Casio CHR-200 für Ambitionierte und die Polar RS 400 SD für Profis.

Zwei Gründe sprechen beim Laufen für den Pulsmesser: Bremse und Bleifuß. Nichts ist besser geeignet als der Pulsmesser, um die Belastung zu kontrollieren. Die Digitalanzeige signalisiert Ihnen genau, wann Sie zu schnell werden, der Puls zu hoch wird. Andererseits kann der Pulsmesser Ihnen auch so richtig Dampf machen. Versuchen Sie mal, zehn Minuten mit 90 Prozent ihrer maximalen Herzfrequenz zu laufen! Das fällt mit dem Pulsmesser viel leichter. Der signalisiert unverblümt und gnadenlos, wenn Sie zu langsam werden.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Gründe, die für einen Puls­messer sprechen. Für den einen ist das die Kalorienzählung – eine Funktion, die fast alle hier vorgestellten Pulsmesser erfüllen –, für den anderen ist es die genaue Trainingssteuerung. Wir haben die hier vorgestellten Pulsuhren in drei Kategorien eingeteilt: „Einsteigern“ reicht in der Regel der absolute Pulswert und die Stoppuhr. „Ambitionierte“ wollen auch mal verschiedene Herzfrequenzbereiche für ihr Training programmieren. Und „Profis“ schließlich nutzen die Pulsuhr zur exakten Planung und Analyse ihrer Trainingsläufe.

Bei der Bewertung berücksichtigen wir mehrere Prüffaktoren. In der Kategorie „Puls“ gingen alle Kriterien für die Eignung zum herzfrequenzorientierten Training ein. Diese hängt einerseits von entsprechenden Funktionen der Uhr ab, andererseits aber zum Beispiel auch vom sicheren Sitz des Brustgurts.

Für die Kategorie „Bedienung“ prüften wir: Lässt sich die Uhr intuitiv bedienen, oder ist die Bedienungsanleitung erforderlich? Wie lange dauern die Bedienvorgänge? Wie gut und verwechslungssicher sind die Drücker, wie schwer- oder leichtgängig sind sie?

Wichtig für Läufer auch der Punkt „Ablesbarkeit“: Hier kommt es vor allem auf die Größe der Ziffern und den Kontrast an.

Die Kategorie „Funktionen“ schließlich berücksichtigt die Anzahl derselben und damit die Eignung zur detaillierten Trainingssteuerung.

Wenn Sie eine Pulsuhr nutzen wollen, sollten Sie baldmöglichst Ihre maximale Herzfrequenz ermitteln. Laufen Sie dazu dreimal drei Minuten (zwei Minuten Pause) in jeweils steigendem Tempo, zum Schluss so schnell es geht: Der Puls auf der Ziellinie ist Ihr Maximalpuls. Nur wenn Sie den kennen, können Sie mit dem herzfrequenzorientierten Training beginnen.

Hier geht es zum Test!

Die häufigsten Fragen

Frage 1: In Trainingsplänen wird vorgegeben, mit welcher Herzfrequenz verschiedene Dauerlaufformen durch­zuführen sind. Was aber ist, wenn man in profiliertem Gelände läuft?

Antwort: Die Herzfrequenz ersetzt als Belastungsparameter zunehmend die Tempovorgaben (Minuten pro Kilometer). Aber viele Läufer nutzen beide Vorgaben auch parallel, was auf profilierten Strecken zu Irritationen führen kann. Wer sich im Training an der Herzfrequenz orientiert, sagt nicht: Ich will Strecke X in einem Tempo von 6:00 Minuten pro Kilometer laufen, sondern: Ich will Strecke X in einem Pulsbereich laufen, der 75 Prozent meiner maximalen Herzfrequenz entspricht. Wer also im hügeligen Gelände nach Herz­frequenzvorgaben läuft, achtet nicht auf das Lauftempo, sondern auf den Puls und passt das Tempo – den Pulsvorgaben entsprechend – dem Gelände an.


Frage 2: Mit welcher Herzfrequenz läuft man eigentlich bei Wettkämpfen, zum Beispiel über fünf Kilometer, zehn Kilometer, einem Halbmarathon oder Marathon?

Antwort: Bei den Herzfrequenzvorgaben für die unterschiedlichen Wettkampfdistanzen gilt es, Folgendes unbedingt zu beachten: Praktikabel ist es nur, die Herzfrequenz nach etwa dem ersten Zehntel einer Wettkampfdistanz zu beachten, da das Herz eine gewisse Anlaufphase braucht, und bis drei Viertel der Distanz zurückgelegt sind, da es mit dem Wettkampf­finale noch einmal extrem ansteigen kann.

Folgende Herzfrequenzvorgaben sind für die verschiedenen Wettkampfdistanzen realistisch beziehungsweise praktikabel (es handelt sich um Durchschnittswerte): 5 km = 95 bis 97 Pro­zent der HFmax. 10 km = 92 bis 95 Prozent der HFmax. Halbmarathon = 90 Prozent der HFmax. Marathon = 85 bis 90 Protent der HFmax.


Frage 3: Welche Herzfrequenzwerte entsprechen welchem Anstrengungsgrad im Training? Welchen Bereich sollte man sinnvollerweise am meisten trainieren?

Antwort: Verschiedene Anstrengungsgrade beziehungsweise Trainingsbereiche lassen sich sehr gut über die Herzfrequenz bestimmen. Die RUNNER’S-WORLD-Vorgaben lauten:

Der lang­same Dauerlauf (auch Long Jog) wird in einem Herzfrequenzbereich von 70 bis 75 Prozent der HFmax gelaufen.

Der lockere Dauerlauf mit 75 bis 80 Prozent der HFmax.

Der zügige Dauer­lauf (auch Tempodauerlauf) mit 85 Prozenz der HFmax.

Bei Fahrtspielen und/oder Tempoläu­fen liegt der Puls über 90 Prozent der HFmax (exakte Vorgaben sind aber von den Belastungs­längen abhängig).

Der Großteil eines effektiven Lauftrainings (circa 70 Prozent) findet im Bereich von 75 bis 80 Prozent der HFmax statt, das Haupttrainingsmittel sind lockere Dauerläufe.

Zum Test.

Einen ausführlichen Guide rund um das Thema Pulstraining finden Sie hier.

Den Pulsmesser-Test 2007 mit weiteren Modellen können Sie hier nachlesen.